Aromatischer Rotkrautsalat

Sommerzeit = Grillzeit = Salatzeit. Oder wie seht ihr das?
Es geht doch nichts über ein kaltes, leckeres und erfrischendes Gericht bei warmen Temperaturen. Und da Blattsalate, Nudelsalate und Kartoffelsalate auf Dauer doch etwas langweilig sein können, bin ich im Gemüseregal auf der Suche nach etwas Neuem für einen Salat bei Rotkohl hängen geblieben. Rotkohl gibt es bei mir sonst hauptsächlich in Form von Apfel-Rotkraut, aber darauf habe ich im Sommer so gar keine Lust. Trotzdem wäre es doch super, wenn man ein ähnlich aromatisches Gericht auch in Salatform zaubern könnte.

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Genau das habe ich mir auch gedacht, als ich vor dem Rotkohl stand – und deswegen habe ich ihn mitgenommen. Außerdem ist es schön, auch farblich mal ein bisschen Abwechslung auf den Salatteller zu bringen.
Wie beim gekochten Rotkraut entfalten auch der Salat sein volles Aroma erst, wenn das Kraut Zeit hatte, das Salatdressing aufzunehmen und richtig durchzuziehen. Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass das Kraut dadurch auch weicher wird. Daher solltet ihr ein bisschen Zeit im Vorfeld einplanen, denn ganz frisch zubereitet schmeckt der Salat einfach nicht so gut.
Das Aroma des Salates kommt aber nicht nur vom Rotkraut und dem Dressing, sondern auch von den Karotten, Zucchini, Rosinen und Walnüssen, die im Salat sind. Wenn man zusätzlich noch Hülsenfrüchte, wie z.B. weiße Bohnen, und gekochtes Getreide in den Salat macht, dann hat man ein super nährstoffreiches und ausgewogenes Gericht, zudem es nicht mehr viel dazu braucht. Der Salat kann daher als eigene Mahlzeit oder als Beilage gereicht werden.  Ok, etwas frisches Gemüse wie Tomaten, Gurken und Salat gehen ja sowieso immer – zumindest bei mir.

Aromatischer Rotkrautsalat
Für 4-6 Personen

Zutaten:

Für den Salat:

  • 750 g Rotkohl
  • 1 Zucchini
  • 2 Karotten
  • 1 Becher weiße Bohnen, gekocht oder aus der Dose
  • 1 Becher Rosinen
  • 1 Becher gehackte Walnüsse
  • 1 Becher gekochtes Getreide, wie z.B. Hirse oder Quinoa
  • optional:
    • Tomaten
    • Gurke
    • Blattsalat

Für das Dressing:

  • 1/2 Becher Naturjoghurt oder Joghurtalternative eurer Wahl
  • 3 El Apfelessig
  • 3 El Zitronensaft
  • 3 El gehackte Petersilie
  • 3 El gehackter Dill
  • 2 El Senf
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 El Rapsöl
  • Salz
  • Pfeffer

Hinweis: 1 Becher = 225 ml

Zubereitung:

  1. Den Rotkohl vierteln, vom Strunk befreien und in feine Streifen schneiden.
  2. Für das Dressing alle Zutaten in einem Mixer oder mit den Pürierstab zu einer homogenen Konsistenz verarbeiten.
  3. Rotkohl und Dressing in eine große Schüssel geben und untermischen. Das macht man am besten mit den Händen, wobei man das Dressing richtig in das Kraut einarbeitet.
  4. Im Kühlschrank mindestens eine Stunde ziehen lassen.
  5. Zucchini und Karotten raspeln und zusammen mit den restlichen Zutaten (Bohnen, Rosinen, Walnüsse, gekochtes Getreide) zum Kraut geben und untermischen.
  6. Nochmals ca. 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.
  7. Wer möchte, gibt vor dem Servieren noch kleingeschnittene Tomaten, Gurke oder Blattsalat zum Salat oder serviert den Salat portionsweise auf einem Salatbett.
    Ich würde diese Zutaten nur dann direkt in den Salat geben, wenn sicher ist, dass er auch ganz gegessen wird. Ohne diese Zutaten kann man den Salat auch gut noch am nächsten Tag essen. Gurke und Tomaten würden zu sehr wässern und matschig werden. Und Blattsalat lässt sich mit Dressing eh nicht gut aufbewahren.

Ich liebe dieses Violett auf dem Teller! Vor allem, wenn es auch noch so herrlich schmeckt.

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Falls ihr nur einen großen Rotkohl bekommt (wie das ja meistens der Fall ist – ich habe für diesen Salat nur die Hälfte meines Kohls verwendet), dann schneidet trotzdem gleich den ganzen Kohl in feine Streifen und bewahrt den Rest in einer Schüssel im Kühlschrank auf. Das frische Kraut schmeckt super in Wraps, in einem gemischten Salat oder leicht angedünstet mit anderem Gemüse. Wenn es schon fertig geschnitten ist, dann verwendet ihr es auch viel eher und der Rotkohl wird nicht schlecht.
Ihr könnt natürlich auch hergehen und aus dem Rest eine Ladung Apfel-Rotkraut kochen und einfrieren, damit ihr einen Vorrat für die kälteren Tage habt. Aber jetzt denken wir erst mal an den Sommer, oder?

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