BODYPUMP AIM 1 in Nürnberg

Hallo ihr Lieben!
Ich hoffe, ihr seid gut in die neue Woche gestartet und habt den ersten “Wintereinbruch” problemlos überstanden. Weiß ist es bei uns in Stuttgart zwar nicht, aber ein paar Flocken sind dennoch gefallen. Ich finde es ja super, denn es bringt mich noch mehr in vorweihnachtliche Stimmung. 🙂

Ich bin aber auch froh, dass das Winterwetter am Wochenende eher gemäßigt war, da ich mich am Freitag auf den Weg nach Nürnberg gemacht hatte, um am Samstag mein erstes BODYPUMP AIM 1 zu besuchen.

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AIM – Advanced Instructor Modul

AIM steht für Advanced Instructor Modul und ist Teil des Les MillsFortbildungsangebots für bereits lizenzierte Instruktoren. Das Ziel der AIM-Fortbildungen ist es, die ultimative Version dessen hervorzubringen, was man als Instruktor sein kann. Dazu gibt es zwei Stufen: AIM 1 und AIM 2. AIM 1 ist programmspezifisch, d.h. es gibt ein AIM 1 für BODYPUMP, BODYCOMBAT, CXWORX usw. Der Fokus liegt darauf, wie man besser gemäß der sogenannten Programm-Essenz unterrichten kann.
Neben einem fortgeschrittenen Techniktraining steht v.a. die Verbesserung des Coachings im Vordergrund. Genau da hatte ich in den letzten Monaten das Gefühl, dass ich noch Potenzial nach oben habe, weswegen ich mich auch zum AIM 1 angemeldet hatte. Meine Kurse laufen zwar sehr gut, aber ich möchte für meine Teilnehmer noch besser werden. Und ganz ehrlich: Ich war stellenweise ein bisschen von mir selbst genervt und gelangweilt, wenn ich auf der Bühne stand. Neuer Input und Inspiration waren also dringend notwendig! 😉
Außerdem ist meine BODYPUMP-Ausbildung jetzt knapp 2,5 Jahre her. Wie schnell die Zeit vergeht! Mit den ganzen anderen Aus- und Fortbildungen, die ich seitdem gemacht habe, kam es mir gar nicht so lange vor. Aber allein deswegen war es schon allerhöchste Zeit, eine intensivere programmspezifische Fortbildung zu besuchen (bei Quarterlys und Groundworks gibt es auch immer programmspezifische Fortbildungen, die sind aber sehr kurz und konzentrieren sich auf das jeweilige Release). Die Programme werden ja ständig weiterentwickelt, was sich nicht nur auf Choreographie und Musikauswahl auswirkt. Auch das Coaching-Konzept und das, was man als Les Mills Instruktor repräsentieren soll, verändert sich. Da bringen einen die AIM-Fortbildungen wieder auf den neuesten Stand.

Nach einer ziemlich langen und anstrengenden Fahrt nach Nürnberg am Freitagnachmittag/-abend (ich habe über 3,5 Stunden gebraucht wegen Stau und starkem Dauerregen – normalerweise brauche ich knapp 2 Stunden!) war ich mehr als froh, dass ich nicht in ein Hotel musste, sondern mich bei meinem Bruder einquartieren konnte. Ich hatte neben der Fortbildung also auch noch die Gelegenheit, ein bisschen “Quality Time” mit ihm zu verbringen, was das Wochenende noch schöner gemacht hat.

Frisch erholt von der Anfahrt ging es am Samstagmorgen ins Injoy Fitnessstudio, wo wir um 9 Uhr mit dem AIM 1 starteten.

Nach einer Begrüßung und Einführung durch unseren Ausbilder Frank Heinemann ging es direkt mit der ersten Präsentation los, bei dem jeder von uns 15 Teilnehmern eine Minute eines Tracks unterrichtet hat (aber nur die Tracks 2-8). Dafür waren wir in 2 Gruppen aufgeteilt, sodass es recht schnell über die Bühne ging. Fokus für Frank war hierbei unsere Technik, wobei er nicht nur die Personen im Blick hatte, die gerade präsentiert hatten, sondern auch alle anderen. Ich hatte mich aber bewusst für Track 4 entschieden (wir hatten freie Wahl), da v.a. Clean & Press und Power Press für mich ganz wichtige Übungen sind, für die ich auf jeden Fall Feedback haben wollte. Im Anschluss daran sind wir im fortgeschrittenen Techniktraining alle wichtigen BODYPUMP-Übungen durchgegangen – von Squats über Brustpresse und Deadlift bis Lunges und Rotator Raise. Wir haben uns in Paaren kritisch unter die Lupe genommen und viele Punkte herausgearbeitet, die wir verbessern können.
Im ersten Teil des Tages sind wir auch nochmal im Detail darauf eingegangen, was es bedeutet, in der sogenannten Essenz des Programm zu unterrichten, was die Teilnehmer motiviert, in eine BODYPUMP-Stunde zu gehen, und wie sich BODYPUMP diesbezüglich von den anderen Les Mills Programmen unterscheidet. Ich fand es wahnsinnig hilfreich, diese klare Ausrichtung nochmals zu hören und im Detail zu besprechen. Gerade wenn ich als Fitnesstrainer verschiedenste Kurse gebe, muss mir immer klar sein, mit welcher Zielsetzung ich in welchen Kurs gehe und was die Teilnehmer von mir erwarten, wenn ich vor ihnen stehe. Als Instruktor/Kursleiter schlüpft man immer in unterschiedliche Rollen und muss diese bei Bedarf auch schnell wechseln können.

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Nach einer kurzen Mittagspause haben wir uns dem Thema Coaching gewidmet. Dabei haben wir nochmals das 3-stufige Coaching-Konzept angeschaut und sind auf die Wichtigkeit des Skriptens (also der schriftlichen Vorbereitung des Coachings) eingegangen. Dieser Teil war für mich ja der wichtigste, daher war ich sehr glücklich, dass uns Frank so viele Tipps mit auf den Weg gegeben hat. Der hilfreichste Tipp für mich war, dass ich mein Coaching noch strukturierter vorbereiten muss. Da war ich in der Vergangenheit auf jeden Fall zu nachlässig. Daher habe ich aber auch mein BODYPUMP-Vokabular nicht richtig weiterentwickelt bzw. erweitert, sodass ich in letzter Zeit immer öfter das Gefühl hatte, dass ich ständig das gleiche sage v.a. in Bezug auf motivierende Ansagen. Daran will ich in den nächsten Wochen und Monaten auf jeden Fall arbeiten!

Der letzter Teil der Fortbildung war unsere zweite Präsentation.

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Dieses Mal haben wir in einer großen Gruppe präsentiert, was aber auch bedeutete, dass wir jeden Track zwei Mal machen mussten, Track 4 sogar drei Mal. Das war aber gar nicht so tragisch, da wir keinen Track komplett durchgemacht haben. 😉 Frank hatte sich im Lauf des Tages von jedem schon einen sehr guten Eindruck machen können, sodass er ganz genau wusste, wo bei uns die jeweiligen Knackpunkte sind und auf was er bei der Präsentation achten muss. Das Schönste für mich nach einem Tag mit so viel Input: zu erleben, dass innerhalb weniger Stunden schon erste tolle Fortschritte möglich sind – und das war bei uns allen der Fall! Das Zweitschönste: Früher als erwartet fertig und nicht total k.o. zu sein. 😉 So konnte ich noch einen entspannten Abend mit meinem Bruder verbringen und nach der gestrigen Heimfahrt problemlos Kurse geben.

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Mein Fazit zum AIM 1 fällt also durchweg positiv aus. Der Tag war mehr als lohnenswert! Ich habe nicht nur viel gelernt, sondern auch einen super Tag mit tollen Menschen verbracht, die das gleiche Ziel haben wie ich: Noch bessere BODYPUMP- Erlebnisse für unsere Teilnehmer zu schaffen! Vielen Dank dafür an Frank und alle anderen Teilnehmer.

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