Mein Fazit zum Big Juice Spring Clean

Ach, was ist das für ein herrlicher Montag! Und das Wochenende war auch so wunderbar. Daher musste mein Fazit zum Big Juice Spring Clean etwas warten, da ich viel lieber das Wetter genossen habe. Ich denke, ihr versteht das. Außerdem war ich froh, dass am Wochenende endlich meine Erkältung besser war! Ich war ja letzte Woche – also während des gesamten Spring Cleans – ziemlich angeschlagen, hatte bösen Schnupfen und am Freitag hatte sich dann auch noch die Stimme verabschiedet. Diese Erkältungssaison habe ich wirklich nichts ausgelassen, denn ich war schon in der Klinik zwei Mal stark erkältet. Aber jetzt kann es ja nur besser werden.

Meine Erkältung hatte natürlich auch ein paar Auswirkungen auf den Big Juice Spring Clean: Zum Einen konnte ich während des Programms kaum aktiv sein, zum Anderen musste ich ab und an mit etwas Warmem in Form von Gemüsebrühe oder Suppe aushelfen. Außerdem hatte ich, als ich mir vorgenommen hatte, den Spring Clean zu machen, total vergessen, dass ich am Dienstagabend zu einem Geburtstagsessen im Restaurant eingeladen war. Naja, so ist das Leben nun einmal. Ich habe mich davon nicht allzu sehr stressen lassen und im Restaurant einen Salat mit gebratenen Champignons gegessen. So viel also zu meinen Anpassungen des Programms. Natürlich wäre es mir lieber gewesen, wenn ich das Programm 1:1 hätte durchziehen können, aber das ging nun mal nicht. Da ist es doch schön, dass es immer ein nächstes Mal geben kann – und das wird es geben. Warum? Das verrate ich euch jetzt.

Beginnen wir mal mit den reinen Fakten. Das Programm, das dem Big Juice Spring Clean zu Grunde liegt, heißt prägnanter Weise “5 lbs in 5 Days” und verspricht, dass man ca. 2,3 kg (das entspricht ungefähr 5 lbs) während der fünf Tage an Gewicht verlieren kann. Wer sich die Rückmeldungen zum Programm z.B. auf Twitter oder Facebook anschaut, dann sind da größtenteils sogar mehr als diese 5 lbs drin. Jason Vale selber sagt, dass der Gewichtsverlust v.a. davon abhängt, wie aktiv man währenddessen ist.
Ich persönlich war schon auch neugierig, was da bei mir passiert, doch habe ich den Erfolg nicht von der Zahl auf der Waage abhängig gemacht. Und falls ihr euch wundert, dass ich mich überhaupt wiege – das habe ich ja seit Jahren nicht mehr gemacht: Ich habe es vor einigen Wochen wieder angefangen, zusammen mit  der Messung von Körperfett mit dem Kaliper sowie von Taille- und Hüftumfang. Ich habe durch den Spring Clean 1,6 kg verloren und sowohl in der Taille als auch an der Hüfte 1 cm Umfang verloren. Für mich ein tolles Ergebnis, v.a. da ich ja keinen Sport machen konnte und auch sonst nicht sehr aktiv war.

Viel wichtiger als die Zahlenwelt ist jedoch, dass ich mich während der fünf Tage wirklich gut gefühlt habe (abgesehen von der Erkältung) und auch Veränderungen an meinem Körper feststellen konnte. Mein Bauch ist z.B. wieder flacher geworden und meine Haut im Gesicht hat sich wieder verbessert. Immense Verbesserungen in Sachen Energielevel konnte ich durch die Erkältung zwar nicht feststellen, aber ich war erstaunt, dass mir es mir trotz Schniefnase recht einfach viel, mich hauptsächlich von frischen Säften zu ernähren.

Und genau das ist glaube ich der Schlüssel: Die frisch zubereiteten Säfte liefern ganz viele, für den Körper leicht zugängliche Nährstoffe. Es werden ja keine fertigen Säfte getrunken, die durch Herstellung und Pasteurisierung schon die meisten Nährstoffe verloren haben. Ich war wirklich erstaunt, dass ich mich selten ungesättigt oder “unterversorgt” gefühlt habe. Auch gab es keine Hungerlöcher, die man oft hat, wenn der Blutzuckerspiegel in den Keller rasselt. Trotzdem musste ich aufpassen, dass der Hunger nicht zu groß wurde. Den Fehler habe ich am ersten Tag begangen, wo ich nachmittags einige Stunden unterwegs war und mir keinen Saft mitgenommen hatte. Da war es ganz schön schwierig, nicht gleich über alles Essbare herzufallen, als ich wieder zuhause war. Eine Banane (dem zulässigen “Hunger SOS”) und ein Becher Gemüsebrühe haben Abhilfe geschaffen, bis ich die nächste Ration Saft zubereitet hatte. Daraus habe ich schnell gelernt und mir die nächsten Tage gleich morgens die komplette Tagesration gemacht. Natürlich ist es immer besser, wenn man den Saft erst dann zubereitet, wenn man ihn trinken möchte. Aber erstens hatte ich keine Lust, vier Mal am Tag den Entsafter zu putzen (auch wenn das ganz schnell geht), und zweitens hatte ich so immer Saft im Kühlschrank, wenn sich der Hunger gemeldet hat. Die zubereiteten Säfte habe ich in großen Einmachgläsern und meinen diversen Thermobechern im Kühlschrank aufbewahrt, wo sie kühl und dunkel standen. Die Zubereitung inkl. Putzen der Gerätschaften (Entsafter und Vitamix) hat ca. 30 Minuten gedauert. Wenn ich bedenke, wie viel Zeit ich sonst mit der Essenszubereitung zubringe, dann finde ich das völlig ok! Natürlich muss man sich die Zeit morgens entsprechend nehmen und ggf. früher aufstehen, wenn man zu einer bestimmten Zeit zur Arbeit muss (was bei mir ja gerade nicht der Fall ist), aber die Zeit spart man sich im Rest des Tages. Ich kann auch hier nur nochmal betonen, wie toll der Entsafter von Philips ist! Durch die große Öffnung muss man so gut wie gar keine Saftzutaten zerkleinern. Vielleicht mal einen Apfel, der zu breit ist, doch reicht dann auch schon halbieren. Ich denke da nur mit Schrecken an die Green Star Elite Saftpressen zurück, die ich letztes Jahr getestet habe.
Die Saftrezepte waren durch die Bank sehr lecker. Wenn ich einen Favorit wählen müsste, dann wäre das der Ruby Tuesday, einfach, weil er mich geschmacklich so überrascht hat. Wer hätte gedacht, das ein Saft aus Ananas, Karotten, Rote Beete, Ingwer und Basilikum (!) so toll schmecken kann? Und natürlich verdient der tägliche Ginger Shot ein besonderes Lob: Zubereitet aus einem halben Apfel und einem großen Stück Ingwer hat er morgens erst mal gut durchgeblasen, worüber sich auch meine Schnupfennase gefreut hat. Außerdem war es gut vorausgedacht, dass der Saft, den man morgens und abends trinken sollte, i.d.R. Avocado enthielt (die man in den Saft püriert hat). Dadurch hatte man einen größeren Sättigungsgrad und morgens auch eine Extraportion Energie.

Viele fürchten bei einem solchen Saftfasten ja immer die berüchtigten Detox-Begleiterscheinungen, wie z.B. Kopfschmerzen oder Müdigkeit. Diese treten häufig auf, weil man Entzugserscheinungen hat (von Kaffee, Zucker, Weißmehlprodukten etc.) und weil sich der Körper durch die leicht verdaulichen, nahezu giftstofffreie Ernährung (abgesehen natürlich von Stoffen in behandeltem Obst) endlich mal mit großen “Aufräumarbeiten” beschäftigen kann. Ich hatte da aber nur am ersten Tag etwas drunter zu leiden, wo ich eine leichte Matschbirne hatte und nachmittags recht müde war, wobei das auch an der Erkältung gelegen haben kann. Klar ist aber auch: Je besser eure Ernährung im Vorfeld ist, desto weniger habt ihr mit den “Nebenwirkungen” zu kämpfen. Als Vorbereitung auf ein solches Unterfangen würde ich euch also raten, schon in der Woche vorher mehr auf eure Ernährung zu achten und z.B. euren Zucker- und Kaffeekonsum zu reduzieren sowie den Obst- und Gemüsekonsum zu erhöhen. Wer möchte, kann natürlich auch einen Entlastungstag und eine Darmentleerung machen. Ich persönlich habe das aber nicht gemacht – vielleicht probiere ich das beim nächsten Mal.

Ja, die Wörter “nächstes Mal” sind jetzt schon ein paar Mal gefallen. Ihr könnt euch daher denken, dass mir der Big Juice Spring Clean so gut gefallen hat, dass ich ihn gerne wiederholen möchte. Und damit liegt ihr vollkommen richtig! Ich war sehr positiv überrascht, wie gut es lief, und habe das Gefühl, dass es dem Körper einfach gut tut, wenn er ab und an die Möglichkeit bekommt, sich voll auf den eigenen Entgiftungsprozess zu konzentrieren. Ich nehme mir daher vor, das Programm ein Mal im Quartal zu machen. Fünf Tage gehen so schnell vorbei und da das Wochenende “frei” ist, finde ich es für mich auch sehr alltagstauglich. Außerdem bin ich so froh, dass ich endlich wieder einen Kick in Sachen Entsaften und Smoothies bekommen habe. Beides hat in den letzten Monaten sehr gelitten. Während des Klinikaufenthalts war daran ja eh nicht zu denken und danach bin ich einfach nicht mehr richtig reingekommen. Ich hatte einfach keine große Lust auf grüne Smoothies & Co. Das ist jetzt Gott sei Dank wieder anders! Vielleicht probiere ich es auch mal mit einem Safttag pro Woche – das nehme ich mir zumindest für diese Woche vor. Der Spring Clean war für mich also genau das richtige, um auch in Sachen Ernährung in Frühlingslaune zu kommen.

Ich kann daher jedem, der so ein Programm gerne mal machen möchte, nur empfehlen, “5 lbs in 5 Days” einfach mal zu probieren!
Noch bekommt ihr die Rezepte und Einkaufsliste kostenlos online bei der britischen Zeitschrift Closer. Außerdem kann es nicht schaden, sich die täglichen Videos anzuschauen, die Jason Vale letzte Woche gemacht hat. Sie sind noch diese Woche online.

Falls ihr noch Fragen zum Big Juice Spring Clean habt, dann hinterlasst mir einfach einen Kommentar.

Written By
More from Julia

Interview mit Sascha Blank vom Online-Saftladen DeliDetox

Frische Säfte sind ja zurzeit in aller Munde. Wie ihr wisst, bin...
Weiterlesen

5 Comments

  • Braucht man dazu denn unbedingt einen Entsafter oder kann man das auch als Smoothies machen?
    Bei einem deiner Nussbutter Rezepte stand, dass du die Ronic Original 4000 als Küchenmaschine hast. Benutzt du diese auch für Smoothies? Ich bin auch auf der Suche nach einem Gerät, aber weiß nicht so recht, ob ich mich für Standmixer oder Küchenmaschine entscheiden soll 😉
    Liebe Grüße

  • Da es sich um eine Saftkur handelt, braucht man schon einen Entsafter. Bei Smoothies sind ja weiterhin viele Ballaststoffe enthalten – und auch die soll man während einer solchen Kur eher reduziert zu sich nehmen. Bei frischen Säften sind die Nährstoffe eben noch einfacher für den Körper verfügbar.

    Natürlich kann man aber trotzdem eine Smoothie-Kur machen, was auch toll ist für den Körper, aber eben nicht ganz so entlastend wie eine Saftkur.

    Für Smoothies benutze ich meinen Standmixer. Ich habe einen Vitamix, was ein sehr kostspieliges Gerät ist. Da gibt es aber auch günstigere Alternativen. Jason Vale nimmt z.B. einen Mixer von Philips.

    Grundsätzlich sind eine Küchenmaschine und ein Standmixer zwei unterschiedliche Geräte, sodass sie sich nicht gegenseitig komplett ersetzen. Daher solltest du dir Gedanken machen, was du alles mit den Geräten machen wollen würdest, damit du dich für das richtige entscheiden kannst.

    Liebe Grüße
    Julia

  • Ah verstehe, stimmt ich hatte nicht bedacht, dass die Ballaststoffe beim Smoothie noch erhalten bleiben!
    Ja also manche Küchenmaschinen haben halt einen Aufsatz fürs Mixen, das wäre natürlich gut, weil man nicht so viele Geräte hat. Aber nur wenn das Gerät dann auch beides gut kann und nicht nur alles so halb.
    Viele Grüße

  • Hallo Julia,

    Danke dir für diese ausführliche Berichterstattung 🙂

    Ich finde die Sache hört sich recht vernüftig an, da man zB auch Avocado und Banane verwenden darf. Denke als Einsteiger-Cleanse könnte das gut funktionieren! Ich habe mir jetzt die Anleitung auf Closer angesehen und habe dazu zwei Fragen an dich:

    1. Für jeden Tag gibt es 2 Juice Rezepte. Man soll am Tag 4 Juices trinken, sind diese Juice Rezepte also immer für 2 Portionen gemeint?

    2. Wo hast du Kale/Grünkohl gekauft? Hab den noch nie in meinem Biomarkt bekommen 🙁 hast du was anderes stattdessen genommen bzw. gibt es eine Kohlart die dieser ähnlich ist?

    Vielen Dank!

    LG Alexandra

  • Hallo Alexandra,

    zu Frage 1: Die Säfte ergeben immer schon die doppelte Menge.
    Zu Frage 2: Frischen Grünkohl bekommst du bei uns ja nur im Winter. Ich nehme stattdessen einfach mehr Spinat.

    Viele Grüße
    Julia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.