Bye-bye Bioladen – hello BODYPUMP-Kurs!

Hui, die letzte Woche war ganz schön turbulent!

Der Titel dieses Posts sagt eigentlich schon alles aus: Meine Arbeit im Bioladen ist seit Freitag passé. Sie musste Platz machen für etwas ganz Tolles, auf das ich jetzt eine Weile hingearbeitet habe: Meinen eigenen BODYPUMP-Kurs. Ich kann euch gar nicht sagen, wie glücklich ich bin, dass das endlich geklappt hat. Und natürlich gibt es hierzu noch etwas mehr zu erzählen.


In meine Post Beschäftigst du dich noch oder gestaltest du schon? habe ich schon angedeutet, dass es eine Sache gibt, bei der ich nicht mehr sehen konnte, dass sie zu meiner Vision beiträgt. Diese Sache war die Arbeit im Bioladen. Es hat mir schon Spaß gemacht, dort zu arbeiten, v.a. wegen der netten Kollegen und weil ich von tollen Bioprodukten umgeben war, aber irgendwie war auf einmal die Luft raus. Ich habe gemerkt, dass ich mit immer mehr Widerwillen hingegangen bin. Wenn ich dann noch den Großteil der Arbeitszeit an der Kasse saß, war mein Frustlevel ganz weit oben. Gedanken wie “Ich könnte mit meiner Zeit so viel besseres anfangen.” schlichen sich wieder in meinen Kopf ein – und diese sind mir ja nicht unbekannt.
Also habe ich überlegt, was ich denn besseres mit meiner Zeit anfangen könnte. Da kam mir zum einen in den Sinn, dass ich unheimlich gerne einen eigenen BODYPUMP-Kurs haben und auch andere Fitnesskurse geben möchte. Zum anderen hatte ich das Gefühl, dass ich mehr Zeit brauche, um meine Selbstständigkeit mit meinem Coaching-Konzept voranzutreiben. Bei beidem hat mich die Arbeit im Bioladen einfach nicht weitergebracht. Nur um des Geldes wegen wollte ich dort nicht bleiben. Es musste also eine Alternative her.

Ich war dann mit einem Fitnessstudio in Kontakt, das Verstärkung für die Betreuung auf der Trainingsfläche gesucht hat. Ich war sehr geneigt, da einfach zuzusagen, auch wenn mir weder die Arbeitszeiten entgegenkamen noch die Tatsache, dass ich dort ebenfalls keine Kurse machen könnte. Ich wollte im Bioladen ganz schnell einen Schlussstrich ziehen, damit es einfach vorbei ist. Diese Übergangszeit, in der ich zwar wusste, dass das eine zu einem Ende gekommen war, ich für mich aber die passende Lösung noch nicht gefunden hatte, war echt super ätzend. Aber letzten Endes war die Entscheidung, im Bioladen anzufangen, auch so eine erzwungene Geschichte: Ich wusste, dass ich einen Nebenjob brauche, und habe sozusagen die erstbeste Gelegenheit genutzt, ohne darauf zu achten, was ich wirklich will.

Ich habe mich also in Geduld geübt. Keine leichte Angelegenheit.

Doch dann sind mehrere Dinge passiert: Zuerst hat mich der Geschäftsführer vom MTV Stuttgart (ich bin ja durch meine Arbeit im Fitnessstudio MoTiV beim MTV Stuttgart angestellt, da das Studio zum Verein gehört) angesprochen, ob ich ihm nicht bei einigen Dingen in Sachen Öffentlichkeitsarbeit unter die Arme greifen könnte. Das hat mein Studioleiter für mich eingefädelt, was ich wirklich großartig finde! Ich habe dort im März schon bei der Erstellung unseres Vereinsmagazins unterstützt (das könnt ihr euch hier anschauen – es ist echt super geworden!), leite die Entwicklung der Smartphone-App für den Verein und bringe nun regelmäßig Berichte zum Thema Fitness, Ernährung & Gesundheit auf der Vereinshomepage. Das hat mit meiner Trainertätigkeit natürlich nichts am Hut. Doch es sind alles Dinge, die mir Spaß machen, und ich freue mich über die Abwechslung. Diese Zusatzaufgaben haben außerdem zu einer Erhöhung meiner Wochenstundenzahl geführt (ich habe dort eine Teilzeitstelle). Ich bin gespannt, wie es sich weiterentwickelt! Ich fühle mich auf jeden Fall sehr wohl dort und kann durch meine neuen Aufgabe auch neue Kontakte knüpfen.

Fitnesskurse werden beim MTV und im Fitnessstudio natürlich auch angeboten. Mit festen Kursen klappt es dort leider noch nicht, da aktuell nichts passendes frei ist. Für Vertretungen werde ich aber schon eingesetzt. Parallel dazu hat sich aber noch etwas anderes ergeben, was auch der Grund war, warum ich meinen Job im Bioladen gekündigt habe. Ich habe in dem Fitnessstudio, in dem ich selber seit vielen Jahren Mitglied bin, einen eigenen festen BODYPUMP-Kurs bekommen! Ich habe den Kurs von einer anderen Kursleiterin übernommen, die den Kurs aus beruflichen Gründen nicht mehr machen kann. Und dabei bleibt es nicht: Ab August kommen weitere Kurse hinzu. Ich werde unter anderem einen BODYBALANCE-Kurs übernehmen (das ist auch ein Programm von Les Mills), für welches das Studio die Ausbildungskosten übernimmt.
Einer der Vorteile an den Kursen ist natürlich, dass sie besser bezahlt werden als meine Arbeit im Bioladen. Ich muss also für das gleiche Geld viel weniger arbeiten und habe bei der Arbeit gleichzeitig viel mehr Spaß! Außerdem habe ich so einen größeren zeitlichen Spielraum bekommen, um z.B. meine Ideen bezüglich eines Coaching-Konzepts voranzutreiben. Ich profitiere also gleich mehrfach von dieser Veränderung – besser kann’s nicht laufen!

Ich konnte mein Glück letzte Woche kaum fassen. Es war großartig zu sehen, dass sich die Dinge so entwickelt haben, wie ich mir das vorgestellt hatte. Natürlich musste ich gewisse Veränderungen in die Wege leiten, aber dann habe ich versucht, den Dingen ihren Lauf zu lassen. Das ist wie bei einem Samen, den man säht: Man muss Geduld haben, bis sich ein sichtbarer Sprössling daraus entwickelt. Gräbt man ständig in der Erde rum, um zu sehen, ob schon was passiert ist, geht der Sprössling kaputt. Dieses Bild hat mir eine der Krankenschwestern in der Klinik mit auf den Weg gegeben. So langsam hat sich dieser Samen auch bei mir zu einem kleinen Pflänzchen entwickelt.

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Susanne Richter  / pixelio.de
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