Schöner Wohnen #1 – Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Ein Vorhaben auf meiner Jahreslandkarte für dieses Jahr haben sich mein Schatz und ich gleich im Januar auf die Fahne geschrieben: Unsere bisheriges Heim liebevoller behandeln.
Ich hatte dazu schon geschrieben, dass sich mit dem anstehenden Umzug Ende des Jahres schon ein bisschen zu früh das Motto “Ach, in der ‘alten’ Wohnung machen wir jetzt nichts mehr” breitgemacht hat. Das hat dazu geführt, dass wir mit unserer bisherigen Wohnung zeitweise schon abgeschlossen hatten und mit unserem Zuhause nicht sehr liebevoll umgegangen sind. Dabei ging es weniger um große Renovierungsprojekte, für des es jetzt eigentlich schon mal wieder Zeit wäre, sondern vielmehr um die vielen Kleinigkeiten, die wir schon längst hätten angehen können, auch wenn wir nicht mehr allzu lange in dieser Wohnung leben werden. In zu vielen Ecken hat sich Krimskrams angesammelt, einige Wohnaccessoires waren austauschbedürftig und mit der alltäglichen Ordnung haben wir es auch nicht mehr so genau genommen.

Durch Zufall bin ich auf das Projekt The January Cure gestoßen, was uns einiges an Inspiration und Ansporn gebracht hat. Zwar haben wir nicht jede der täglichen Aufgaben realisiert (manches war für uns einfach nicht relevant), aber alleine schon die Aufgabe des ersten Tages “Create a Project List” hat uns gezeigt, dass es doch einige Dinge gibt, die wir noch in unserer Wohnung angehen können. Da wäre z.B. folgendes zu nennen: Keller ausmisten, einen neuen Duschvorhang besorgen, das Regal im Arbeitszimmer ausmisten und aufräumen, einen neuen Platz für Einkaufskisten und –taschen finden, überflüssiges Geschirr ausmisten etc. Das Schöne an diesem Programm war, dass es gar nicht das Ziel war, alle Aufgaben auf der Projektliste im Januar zu erledigen. Man sollte sich lediglich eins davon aussuchen, das zusammen mit den anderen täglichen Aufgaben aus dem Programm gemacht werden soll. Da wir uns aber, wie schon gesagt, nicht komplett an das Programm gehalten haben, haben wir dennoch mehr als die eine Aufgabe von unserer Projektliste realisiert.

Heute möchte ich euch zeigen, was wir alles geschafft haben, und wie kleine Veränderungen schon eine große Wirkung haben können.

Neue Wohnzimmerpflanze
Seit einer gefühlten Ewigkeit klaffte in der einen Ecke unseres Wohnzimmers ein großes Loch, da uns die Pflanze, die bisher dort stand, kaputt gegangen war. Als Platzhalter diente der bis dato verwendete große Übertopf.

Sieht ganz schön traurig aus…
Ein bisschen mehr Grün hätte definitiv zu einer schöneren Raumatmosphäre beigetragen, aber wir konnten uns einfach nicht durchringen, uns darum zu kümmern. Dabei war es wirklich keine große Sache, eine neue Pflanze zu beschaffen: Ein Besuch beim Pflanzen Kölle, eine gute Beratung, eintopfen und – schwups, ein paar Stunden später – hatten wir eine schöne Zimmerpflanze.

 

Das sieht doch gleich viel besser aus, oder?
Natürlich verlief nicht alles ganz nach Plan. Wie ihr auf dem rechten Bild oben erkennen könnt, steht der Übertopf auf Handtüchern. Der Grund: Der Metalleinsatz, in den gepflanzt wird, ist mit der Zeit undicht geworden. Das haben wir natürlich erst gemerkt, als alles eingetopft und gegossen war. Zum Glück hatten wir beim Pflanzen Kölle schon die Übertopf-Marke Lechuza entdeckt, die uns gleich gut gefallen hatte und die wir für zukünftige Pflanzen-Projekte im Auge behalten wollten. Daher hatten wir uns eine Broschüre davon mitgenommen. Nach kurzer (oder auch längerer) Recherche haben wir noch am selben Abend einen neuen Übertopf bestellt (da viel günstiger als im Laden), der ein paar Tage später kam. Der Vorteil dieser Aktion war auch, dass wir gleich einen höheren Topf kaufen konnten, denn ich fand den alten mit der neuen Pflanze viel zu niedrig.

Das Resultat kann sich nun sehen lassen:

 
Keller ausmisten
Ist das bei euch auch immer so ein heikles Thema? So ein oder zwei Mal im Jahr fängt der Keller bei uns an, wie ein Damoklesschwert über uns zu hängen. Das liegt meistens daran, dass wir nach und nach immer nachlässiger werden, was das richtige Einräumen von Sachen im Keller angeht. Am Ende wird einfach alles nur noch weiter irgendwo in die Mitte des nicht gerade großen Raums gestellt, weil man gar nicht mehr richtig an die Regale hinkommt. Erschwerend kommt hinzu, dass wir ab einem bestimmten Grad der Unordnung der Meinung sind, man braucht mindestens vier Stunden, um das Chaos zu beseitigen – und die muss man natürlich auch am Stück dafür Zeit haben.
Ach ja, immer diese “Horrorgeschichten”. Am Ende haben wir gerade einmal eine Stunde gebraucht, um den Keller wieder auf Vordermann zu bringen. Genau diese eine Stunde war auch das Zeitlimit, das wir uns gesetzt haben, um überhaupt mit dem Ausmisten des Kellers anzufangen: Wir haben uns vorgenommen, einfach mal eine Stunde – und nur eine Stunde – zu investieren. Eine Stunde ist kein so erschreckend langer Zeitraum und hat uns dazu motiviert, die Sache anzugehen.
Am Ende waren wir total erstaunt, was man so alles in einer Stunde schaffen kann!
Neue Wohnaccessoires
Das war im Speziellen so ein Thema das ich auf “Das machen wir beim Umzug” verschoben habe. Frei nach dem Motto: Wenn wir die alten Gläser zum Umzug entsorgen und die neuen direkt in die neue Wohnung kommen, dann müssen wir weniger Sachen umziehen. Am Ende hätte uns das vielleicht ein oder zwei Kartons erspart – auf die kommt es dann nun auch nicht mehr an. Außerdem hätten wir dann noch länger unser echt schon ganz schon abgenutzten Gläser verwenden müssen.
An sich hat sich in Sachen neue Gläser nicht viel getan, denn es gab einfach 12 neue vom selben Design wie die vorherigen plus sechs in der kleinen Variante (Ikea Pokal Gläser). Uns hat einfach kein sonstiges Glas-Design angesprochen, daher sind wir beim altbewährten geblieben.

Ihr glaubt gar nicht, was für einen Unterschied die neuen Gläser machen! Uns war gar nicht aufgefallen, wie angegriffen die Oberfläche der alten Gläser war, bis wir die neuen in der Hand hatten. Die sind so schön glatt! Grandios.
Und weil wir schon bei Ikea waren, durften gleich neue Handtücher mit. Dabei haben wir uns allerdings für etwas ganz anderes, v.a. in Sachen Farbe entschieden. Die Kombi aus dunklem Grau und Türkis hat uns spontan gefallen und wird auch bestimmt im neuen Bad passen.

In Sachen Duschvorhang erspare ich euch ein Bild des vorherigen – der war wirklich nicht mehr ansehnlich. Und gerade beim Duschvorhang habe ich mir so schwer getan, in einen neuen zu investieren, da wir in der neuen Wohnung dafür auf gar keinen Fall Verwendung finden werden. Zum Glück mussten wir gar nichts investieren, da meine Mama noch einen unbenutzten Duschvorhang im Keller hatten, den sie uns überließ(nochmals Danke dafür!). Er hat zwar nicht mein Wunschmotiv (ich mag eigentlich gar kein Motiv auf dem Duschvorhang – uni ist mir am liebsten), aber für unsere restliche Zeit ist er auf jeden Fall super.

Küche ausmisten und umräumen
Das sind wir zwar noch nicht im ganz großen, aber zumindest schon im kleinen Stil angegangen. Hauptsächlich haben wir uns von überflüssigem Geschirr (Teller, Gläser, Becher etc.) getrennt und so Platz geschaffen, um ein bisschen umzuräumen.
Genauer gesagt wollte ich je ein eigenes Regalfach für das Teegeschirr und unsere diversen Schüsseln, die davor in mehreren Schränken zerstreut waren. Jetzt sind beide Sachen an jeweils einem Ort zu finden.

Auch das war so eine Aktion, die total schnell vollbracht war. Ich war glaube ich keine halbe Stunde in der Küche und schon waren Ausmisten und Umräumen geschafft. Warum denke ich eigentlich immer, dass das so viel länger dauern würde?

So ist also der aktuelle Stand in Sachen “Schöner Wohnen”. Im Januar hatten wir einiges geschafft, daher haben wir uns jetzt erst einmal etwas Pause gegönnt – und versuchen in der Zeit, unsere neue Pflanze am Leben zu erhalten.

Neben anderen kleineren Projekten, die zum Ziel haben, Ordnung zu schaffen und auszumisten, würden wir gerne in neues Besteck investieren (unser altes Ikea-Besteck hat definitiv ausgedient). Einen ersten Schritt haben wir schon getan, als ich spezielle Müslilöffel von WMF gekauft hatte (der Löffel in der Mitte). Die haben – wie ihr sehen könnt – einfach die perfekte Größe!

Das Besteck von WMF hat es mir seitdem angetan, v.a. dieses hier (wenn auch nicht gerade preiswert). Der WMF-Hauptsitz mit Fabrikverkauf ist bei uns in der Nähe, sodass sich ein Besuch dort vielleicht mal lohnen würde. Ich muss Besteck eh immer erst in der Hand halten, bevor ich es kaufe.

Es ist einfach schön, dass so ein paar kleine Veränderungen so viel Wirkung auf das alltägliche Leben haben können. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich alle Schüsseln an einem Ort finde oder unsere neue Zimmerpflanze sehe. Wir werden da auf jeden Fall dran bleiben.

Ich halte euch daher weiterhin auf dem Laufenden, wenn wir wieder etwas Neues angehen!
Und natürlich interessiert mich auch, ob ihr in letzter Zeit in Sachen “Schöner Wohnen” aktiv ward und was ihr auf die Beine gestellt habt. Ich bin immer offen für Inspiration!

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