Gardasee – Wolkenstimmung, enge Gassen, Gelato und mehr

Ach, warum ist Urlaub nur immer so schnell vorbei?
Nicht nur unsere Reise an den Gardasee gehört schon wieder der Vergangenheit an, sondern ich bin schon heute wieder beruflich im Einsatz (mit meinem ersten Sonntag-Kurs-Triple, d.h. ich gebe heute Nachmittag drei aufeinanderfolgende Kurse, wo auch meine erste BODYBALANCE-Stunde dabei ist – das fühlt sich zwar nicht so richtig nach Arbeiten an, aber das ist ja gerade das schöne daran!).
Daher nutze ich den Moment, solange die Urlaubserinnerungen noch frisch sind, um euch von unserer Reise zu berichten. Es war zwar nicht ganz so ruhig wie letztes Jahr in Dänemark, aber unsere Tage am Gardasee waren auf ihre ganz eigene Art und Weise erholsam. Ich muss zugeben, das Konzept, den Urlaub ganz offen und ohne große vorherige Planung anzugehen, ging auch dieses Mal wieder voll auf. Ich glaube, dabei sollten wir bleiben!



Natürlich war uns bewusst, dass der Gardasee unglaublich viele Möglichkeit des Zeitvertreibs bietet. Von einfach nur in der Sonne am See liegen, über Wander-/Klettertouren, Fahrradfahren, Wassersport bis zu Städte und Städtchen anschauen – alles steht zur Auswahl. Wir wollten uns aber im Vorfeld auf nichts festlegen, sondern einfach Tag für Tag spontan vor Ort – und in Abhängigkeit vom Wetter – entscheiden, was wir machen wollen. Und so hat es sich dann ergeben, dass wir fast jeden Tag mit Ausschlafen, Frühstück und Abhängen in der Ferienwohnung beginnen konnten und trotzdem noch Zeit genug hatten, einige Dinge zu erleben. Nicht nur das: Wir konnten uns sogar einen gemeinsamen und lang gehegten Traum erfüllen. Doch dazu später mehr.
Wobei, ganz ziellos waren wir nicht, denn ich hatte ein Ziel für diesen Urlaub: Jeden Tag, wenn wir Lust haben, ein leckeres italienisches Eis zu essen. Auch das sollte erfüllt werden!

Wir haben uns für diesen ersten Trip an den Gardasee dazu entschieden, in Riva del Garda ganz im Norden des Sees unser Lager aufzuschlagen. Unsere Ferienwohnung (Bilder könnt ihr hier anschauen) hatte eine gute Lage in einem Wohngebiet, ca. 1 km vom Stadtzentrum entfernt, aber nur ein paar Gehminuten vom Wasser (und von einer tollen Eisdiele). Die Ferienwohnung hat uns gut gefallen: Alles war neu hergerichtet, wir hatten einen schönen Balkon, ein bequemes Bett und für uns zwei ausreichend Platz. Zu viert (im Wohnzimmer, in dem auch die Küche war, gab es eine Ausziehcouch) würde ich es aber in so einer Wohnung nicht lange aushalten!
Riva selbst in ein schönes Städtchen! Wie alle Ortschaften, die wir am Gardasee gesehen haben, geprägt von engen Gassen, begrünten Balkonen und einer schönen Uferpromenade.

 
 
 

Einziger Nachteil an Riva: Durch das Profil der Berge, die Riva umschließen, war um 18 Uhr die Sonne verschwunden.
  

 

Obwohl die Berge auch am Westufer des Sees noch ein langes Stück weitergehen, gab es trotzdem einige Orte am Ostufer, die sogar bis fast 20 Uhr noch Sonnenschein hatten – einfach, weil die Sonne dort zwischen zwei Spitzen hindurchscheinen kann. Das wurde natürlich gleich für die Zukunft vermerkt. Wobei es für einen erneuten Trip an den Gardasee mittlerweile noch ganz andere Auswahlkriterien für uns gibt.

Das Wetter selber hat leider nicht immer so gut mitgespielt. Viele Tag begannen wolkenverhangen oder sogar regnerisch (war für uns nicht so schlimm, da wir den Vormittag eh immer in der Ferienwohnung vertrödelt haben),…

Blick von unserem Balkon

…doch meistens klarte es im Lauf des Tages auf, sodass wir nachmittags herrlichstes Wetter hatten.

Das ganze führt zu ganz tollen Wolkenstimmungen um die Berge. Ich sage euch, ich hätte mir stundenlangen anschauen können, wie sich die Wolken an den Berghängen gebildet haben, die Gipfel einhüllten und scheinbar zum Greifen nahe entlang gezogen sind. Einfach schön!

An einigen Tagen wollte das Wetter aber gar nicht besser werden. Einen solchen Tag haben wir dazu genutzt, um einen Besuch in Verona zu machen. Das wäre bei Sonnenschein bestimmt schöner gewesen, aber da wäre ich dann viel lieber am See geblieben und hätte Verona ausfallen lassen.

 
 
 

Auch Verona ist durchzogen von vielen engen Gassen. Doch unübersehbar ist das alte römische Amphitheater – die Arena von Verona – auf der Piazza Bra, das heute wegen seiner tollen Akustik als Freilichtbühne genutzt wird (im Sommer finden dort Opernfestspiele statt).
Und wenn man an Verona denkt, da muss man doch unweigerlich an Romeo & Julia denken, oder? Das angebliche Elternhaus von Julia findet man in der Via Capello 27 – der Balkon wurde aber nachträglich angebracht. Was man nicht alles für die Touris macht.

Doch viel schöner als das große Verona waren eben doch die kleinen Städtchen und Ortschaften direkt am See (auch, weil sie viel schöner hergerichtet und gepflegter waren!). Ein Exemplar habe ich noch für euch: Malcesine.

 
 
 
 

Und zum Beweis, dass ich auch wirklich dort war (und die Bilder nicht irgendwo geklaut habe):

In Sachen Essen haben wir uns hauptsächlich darauf konzentriert, unseren Lebensmittelvorrat in der Ferienwohnung zu verkleinern (wir hatten viel zu viel mitgenommen). Wir haben immer in der Ferienwohnung gefrühstückt und an den meisten Tagen dort unser Abendessen zubereitet (für unterwegs gab es immer ein Vesperbrot). Doch durften ein paar Restaurantbesuche mit super leckerer Pizza und Tiramisu auch nicht fehlen. Wir waren wirklich überrascht, dass das Preisniveau selbst in den Touristenhochburgen nicht überirdisch war. Es war eher so wie bei uns – abgesehen vom Hauswein, wo man den halben Liter schon unter 5 € bekam.

  
 
 

Ihr seht, wir haben es uns richtig gut gehen lassen. Ich finde es sogar sehr entspannend, im Urlaub selber zu kochen, da man dadurch einfach unabhängiger ist.

Aber da war doch diese Sache mit dem Eis. Ursprünglich angedacht als “Jeden Tag ein Eis”, haben wir am Ende an zwei Tagen das Eis ausfallen lassen, weil wir einfach keine Lust drauf hatten. Und jetzt brauche ich für eine ganze Weile kein Eis mehr, da mein Eishunger ausreichend gestillt wurde. Es hat sich aber gelohnt, denn mit der tollen Eisdiele praktisch vor der Haustür (das Caffé Flora) hatten wir eine super tolle Auswahl. Jede Sorte, die wir probiert haben, war lecker!

Eis

Wirklich großartig!
Doch wurde das sogar noch übertroffen von einem Erlebnis, einem Traum, den mein Schatz und ich uns endlich erfüllt haben: Wir haben mit dem Kitesurfen begonnen!

Doch darüber berichte ich in einem anderen Post.

Ich hoffe, ihr hattet Freude an diesem Urlaubsbericht und er ist euch eine Inspiration für eure eigene Urlaubsplanung!

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5 Comments

  • Hallo Julia, die Bilder von den Bergen, den Wolken und dem See sind unglaublich schön. Ich liebe die Berge und das Wasser. Ich war noch nie am Gardasee, sieht nach einer traumhaft schönen Gegend aus und ist vorgemerkt!
    LG
    Elisabeth (von Homamde Deliciousness)

  • Na, dann nix wie los! Wenn du Berge und Wasser liebst, dann fühlst du dich am Gardasee bestimmt wohl. 🙂

    Liebe Grüße

  • Hallo liebe Julia!
    Ich lese jetzt schon seit einem Jahr deinen Blog und habe inzwischen alle Artikel durch. Ich muss sagen, dass dein Blog mir in einer schweren Zeit in meinem Leben wirklich geholfen und Mut gemacht hat! Danke dafür! Jetzt, wo ich die tollen Bilder vom Gardasee sehe, muss ich an meinen eigenen Urlaub dort im Frühling denken! Auch ich war in der Nähe von Riva. Tolle Fotos hast du gemacht!
    Ich finde es toll, mit welcher Leidenschaft du immer über das schreibst, was du tust! Da ich auch ein Mensch bin, der von Vielem begeistert ist, habe ich darüber jetzt einen Blog gestartet. Vielleicht magst du mal vorbeischauen? In meinen Artikeln sind viele Gedanken verwoben, die du mir durch deinen Blog beigebracht hast! Danke dir dafür!!!
    Liebe Grüße
    Anna

    http://www.passionflow.de

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