Vegane Spaghetti Bolognese

Vor einiger Zeit habe ich Soja-Schnetzel bei Alnatura mitgenommen, die dann ein trauriges Dasein im Vorratsschrank gefristet haben.

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Als ich sie im Laden gesehen habe, war ich sofort total neugierig, wie die denn schmecken würden.
Aber als ich dann zuhause war, war ich mir nicht so sicher, ob ich sie auch weniger experimentierfreudigem Publikum vorsetzen könnte.

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Ich habe mich schlussendlich doch getraut, sie in einem sonst klassischen Fleischrezept als Fleischersatz zu verwenden.
Und ich bin sehr froh, dass ich es getan habe, da das Ergebnis sehr lecker war.
Es war kein typischer Soja-Geschmack zu erkennen und die Schnetzel hatten die selbe Konsistenz, die man sonst vom Hackfleisch kennt.

Ich habe also mein “normales” Bolognese-Rezept genommen, das Hackfleisch durch die Soja-Schnetzel ersetzt und noch ein bisschen extra Gemüse verwendet (nur, weil es aufgebraucht werden musste).
Ich bin eh der Meinung, dass die Bolognese-Soße ihren leckeren Geschmack durch langes Kochen und gute Zutaten bekommen – weniger durch das Fleisch. Smiley

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Vegane Spaghetti Bolognese
Für 2-3 Personen

Zutaten:

  • 75 g Soja-Schnetzel fein, z.B. von Alnatura
  • 225 ml Gemüsebrühe
  • 2 Karotten
  • 1 kleine Aubergine (optional)
  • 1 Paprika (optional)
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • 2 El Tomatenmark
  • 1 Dose Tomatenstücke
  • 250 ml Rotwein
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz
  • Pfeffer
  • frischer Basilikum
  • 300 g Spaghetti

Zubereitung:

  1. Die Soja-Schnetzel in eine kleine Schüssel geben, mit kochender Gemüsebrühe übergießen und 10 Minuten aufquellen lassen.
  2. Währenddessen das Gemüse vorbereiten:
    Die Karotten schälen und fein raspeln, Aubergine und Paprika würfeln, die Knoblauchzehe fein hacken.
  3. Wenn die Soja-Schnetzel fertig sein, muss man sie gut ausdrücken.
    Evtl. übriggebliebene Gemüsebrühe auffangen.
  4. In einer Pfanne mit Deckel das Olivenöl heiß werden lassen.
  5. Wenn das Öl heiß ist, Knoblauch und Soja-Schnetzel in die Pfanne geben und scharf anbraten.
  6. Anschließend das Gemüse hinzugeben und anbraten.
  7. Tomatenmark, Dosentomaten, übriggebliebene Gemüsebrühe und Lorbeerblätter hinzugeben, Rotwein angießen und aufkochen lassen.
  8. Ohne Deckel ca. 30 Minuten köcheln lassen, danach mit Deckel weiterköcheln lassen – je länger, desto besser.
  9. Wenn es Zeit ist fürs Essen, Wasser für die Nudeln aufkochen und nach Packungsanweisung zubereiten.
  10. Die Lorbeerblätter aus der Soße nehmen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und frischen, fein gehackten Basilikum einrühren.

Das Gemüsetrio. Smiley
Aubergine und Paprika sind zwar optional, aber waren eine wunderbare Ergänzung in der Soße.
Die Karotten rasple ich für dieses Soße immer ganz fein.

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Sensationell!!!

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Und das Wichtigste: Mein Freund fand es auch super lecker. Smiley

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11 Comments

  • Hallo Julia,
    bin eben durch Zufall auf Deine Seite gestoßen, als ich nach einem Rezept für "Linsenbraten" gesucht habe. Ich finde Deine Seite superschön und freue mich, so viele tolle Rezepte bei Dir gefunden zu haben. Außerdem siehst Du total sympathisch aus 🙂
    Und alle anderen Bilder sind auch toll … sehr inspirierend, Deine Seite!
    Es ist erstaunlich, was man alles zubereiten und genießen kann, ohne daß dafür ein Tier sterben muß.
    Mach' weiter so 🙂
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Maja

  • Hallo Maja,

    tausend Dank für deinen lieben Kommentar!
    Ich bin ehrlich gesagt sehr geschmeichelt ob des vielen Lobs. 🙂

    Ich freut mich sehr, dass dich meine Seite inspiriert. Für mich ist das ja alles auch noch eine Entdeckungsreise und ich lerne selber jeden Tag etwas Neues dazu.

    Ich hoffe, dass es dir auch in Zukunft auf meinem Blog gefällt!

    Liebe Grüße
    Julia

  • Hallo Julia,

    Mein Lieblingsmensch macht meine Essenskapriolen (Gott sei Dank) gerne mit, aber regelmäßig verlangt er trotz allem guten Zuredens nach seinem geliebten Hackfleisch…In dein Rezept wurden also große Hoffnungen meinerseits gesteckt um ihn endlich davon wegzukriegen 😉

    Gestern hab ich das Rezept mit 2 kleinen Änderungen nachgebaut:

    1. statt feiner Sojaschnitzel hab ich Sojageschnetzeltes genommen (Bio Sonne von Norma). Die einzelnen Sojateile waren daher etwas groß (trotz Zerkleinern mit Nudelholz). Man konnte daher in der fertigen Sauce die Sojateile noch sehen und schmecken, war also nicht genau wie Hackfleisch. Das werde ich beim nächsten Mal lassen und das von dir verwendete feinere Schnitzelzeug benutzen.

    2. der Rotwein wurde durch Traubensaft ersetzt (war grad zur Hand). Das gab jetzt meiner Meinung nach keine Geschmackseinbußen 🙂

    Fazit vom Lieblingsmensch: Lecker! Anders aber sehr lecker. (Und das aus seinem Soja-verschmähenden Mund!)
    Mein Fazit: Sehr lecker! Nächstes Mal mache ichs mit den feinen Schnetzeln, dann wird es wahrscheinlich wirklich unglaublich nah an Hack rankommen.
    Vielen Dank!

    Liebe Grüße,
    Lisa

  • Die Idee mit dem Traubensaft hört sich echt gut an. Muss ich beim nächsten Mal auch mal testen.

    Mein Schatz würde selber auch nie auf die Idee kommen, sich Soja-Produkte zuzubereiten, und ist in Sachen Geschmack auch sehr kritisch. Ich war daher echt froh, dass die Soja-Schnetzel gut angekommen sind!

  • Heute auch aus einer Laune heraus die Sojaschnetzel gekauft, skeptisch geworden – und aufgrund der Beschreibung entschieden, das die nächsten Tage mal auszuprobieren 🙂

  • Hi, womit würdest du den Rotwein oder womit kann man den Rotwein ersetzen? Mein Freund darf aus gesundheitlichen Gründen nicht mal das kleinste bisschen Alkohol zu sich nehmen und ich mag den Geschmack von Wein nicht. :/ Liebe Grüße aus dem Saarland

  • Hallo Anna,

    einfach durch Brühe oder einem Mix aus Brühe und passierten Tomaten ersetzen.

    Liebe Grüße und viel Spaß beim Kochen!
    Julia

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