Auf Entdeckungsreise – nächster Halt: Melasse

Ich wünsche euch einen schönen Nikolaus!
Waren eure Stiefel heute gut gefüllt oder lag eine Rute daneben?
Um nicht Gefahr zu laufen, eine Rute zu bekommen, habe ich einfach gar keine Stiefel rausgestellt. Zwinkerndes Smiley Die Strategie hat zumindest in sofern funktioniert, als das mir heute niemand eine Rute gegeben hat. Dafür gab es bei der Arbeit vom Projektleiter einen Lindt-Weihnachtsmann, worüber ich mich sehr gefreut habe.

(Wie bekomme ich jetzt einen schönen Übergang zum eigentlichen Post hin????? Gar nicht. Also geht’s unelegant gleicht damit weiter.)

Melasse ist auch Lebensmittel, das ich erst seit vielleicht einem Jahr kenne und selbst erst seit ein paar Monaten zum Kochen und Backen verwende.
Darauf aufmerksam geworden bin ich durch einige der amerikanischen/kanadischen Food bzw. Healthy Living Blogs, die ich lese, bei welchen “blackstrap molasses” häufig Verwendung findet. Natürlich wollte ich das schwarze Zeug auch ausprobieren, nachdem auf den Blogs immer davon geschwärmt wurde. Nach einer kurzer Internetsuche habe ich mit Freuden festgestellt, dass es “molasses” – oder im Deutschen Melasse – auch in Deutschland zu kaufen gibt. Ich bin also ins nächste Reformhaus gestürmt und habe einfach ein Glas mitgenommen, ohne wirklich zu wissen, auf was ich mich da genau einlasse. Aber, was hätte da schon schiefgehen sollen, außer, dass es mir am Ende nicht schmeckt?

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Melasse ist ein Nebenprodukt der Zuckerherstellung bzw. –raffination. Hier könnt ihr lesen, wie Melasse hergestellt wird.
Das Besondere an Melasse ist der relativ hohe Gehalt an Mineralstoffen, allen voran Eisen. Das macht es natürlich sehr interessant für Vegetarier und Veganer, die ihren Eisenbedarf nicht über den Verzehr von Fleisch decken können. Ich finde auch, dass man es schmecken kann, dass Melasse relativ viel Eisen enthält: Wenn man eine kleine Menge pur probiert, hat es einen leicht metallischen Beigeschmack.

Grundsätzlich würde ich Melasse aber niemals einfach so essen, sondern ich verwende es nur als Koch- und Backzutat. Diese schwarze, klebrige und zähflüssige Masse schmeckt mir pur einfach gar nicht. Ich könnte mir auch nicht vorstellen, sie in warmem Wasser aufgelöst zu trinken (das habe ich schon häufiger als Verzehrempfehlung gelesen). Als Zutat liefert sie aber einen ganz tollen malzigen Geschmack und passt daher gut zu herbstlich/winterlichen Gerichten. Ich verwende sie gerne in Soßen, Glasuren oder Marinaden. Aber auch beim Backen kommt sie immer häufiger zum Einsatz. Natürlich nicht bei feinem oder hellem Gebäck. Meine Faustregel ist hier: Wo ich Zimt verwenden würde, da passt auch Melasse gut dazu. Klingt sinnvoll, oder? Zwinkerndes Smiley Darunter fallen z.B. Apfelkuchen oder –muffins, Müsliriegel und Knuspermüslis (z.B. hier oder hier). Zu Lebkuchen oder Früchtebrot passt es bestimmt auch super – die Weihnachtszeit wäre also ideal, wenn man Melasse mal in Backwaren ausprobieren möchte.

Ein solches Glas Melasse, wie ihr auf dem Foto seht, reicht wirklich ewig, denn man braucht häufig nur 1 oder 2 Esslöffel. Fest verschlossen um Schrank aufbewahrt wird sie auch nicht schlecht, sodass man sich keine Gedanken machen muss, ob man das Glas schnell genug aufbraucht. Dem Ausprobieren steht also nichts mehr im Weg!

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5 Comments

  • ich verwende melasse auch seit ungefähr einem jahr, mein glas ist immer noch das erste 😉 sie schmeckt schon gut, aber eben nicht in massen…sehr gut ist ein "melasse-tee", das ist ca. 1 EL aufgelöst in heißem wasser mit ein bisschen zitrone!!

  • Das erste Glas neigt sich bei mir langsam dem Ende zu und ich habe schon für Nachschub gesorgt.
    Genau dieses Melasse-Getränk hört sich für mich nicht so lecker an…. Aber vielleicht probiere ich es doch mal aus.

  • Ich bin auch erst vor ca. einem halben Jahr auf die Melasse gekommen, ich benutze sie immer in selbstgemachtem Schwarzbrot anstatt Rübenzucker, das klappt super! 🙂 Nur in Wasser aufgelöst mag ich sie gar nicht, wie du schreibst ist mir der metallene Geschmack zu intensiv. Liebe Grüße! Bettina

  • Habe grad erst Deinen Artikel über Melasse entdeckt. Habe auch ein Glas in unserem Küchenschrank entdeckt und war mir gar nicht bewusst, wie gut das Zeug eigentlich ist, denn ich hatte mal pur probiert und dachte nur: Uargh, geht gar nicht!
    Hab' das Glas dann erstmal stehen gelassen und erst vor wenigen Tagen beim Backen wieder raus gekramt als Melasse zufällig in einem Rezept vor kam. Schmeckte dann auch wirklich gut! (:

  • Pur geht das gar nicht! Und in warmem Wasser aufgelöst auch nicht. 😉
    Aber beim Backen und speziell für selbstgemachtes Knuspermüsli finde ich Melasse super!

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