Auf Entdeckungsreise – nächster Halt: Leinsamen

Leinsamen sind bei mir eine DER großen Entdeckungen in Sachen Lebensmittel und sie sind mittlerweile aus meiner Küche nicht mehr wegzudenken.
Aber es sind weniger die ganzen Leinsamen, die bei mir Verwendung finden, sondern viel mehr die gemahlenen Leinsamen.
Ihr habt sie bestimmt schon in vielen Rezepten hier auf dem Blog gesehen, z.B. im Übernacht-Müsli, in grünen Smoothies oder Keksen.

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Leinsamen sind v.a. für ihren hohen Omega-3-Fettsäuren-Gehalt bekannt. Außerdem enthalten sie Proteine  sowie Vitamine und sind reich an Ballaststoffen. (Quelle)
Um aber genau diese Inhaltsstoffe aufnehmen zu können, müssen Leinsamen gemahlen werden. Ganze Leinsamen verlassen nämlich weitestgehend unverändert das Verdauungssystem des Menschen. (Quelle)

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Eine weitere Eigenschaft von Leinsamen ist die Quellfähigkeit aufgrund der enthaltenen Schleimstoffe.
Diesen Umstand mache ich mir im gemahlenen Zustand für das Leinsamen-Ei zunutze.
Gemahlen quellen sie natürlich noch besser auf. Die so entstehende, schleimige Flüssigkeit hat eine ähnliche Konsistenz wie ein Ei und dient daher genauso als Bindemittel beim Backen und Kochen.
Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal ein Ei zum Backen verwendet habe….. Ist echt schon ewig her.
Denn gerade für Backwaren, wo man sonst nur 1-2 Eier braucht, wie z.B. Muffins, Brownies oder Kekse, kann man problemlos mit der Leinsamen-Alternative arbeiten.

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Gemahlene Leinsamen habe ich im Laden noch nie gesehen.
Ich würde sie aber auch nie fertig gemahlen kaufen, da gemahlene Leinsamen durch das enthaltene Öl schnell ranzig werden.
Daher lieber in kleineren Mengen mahlen und immer in Kühlschrank aufbewahren.

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Für das Mahlen der Leinsamen braucht man keine großen Gerätschaften.
Ich mahle sie zwar jetzt mit meinem Vitamix, aber davor habe ich den Universal-Zerkleinerer meines Pürierstabs genutzt.
Der einzige Vorteil des Vitamix ist, dass ich größere Mengen auf einmal mahlen kann. Ansonsten gibt es keine Unterschiede.

Die wichtigen Fettsäuren können natürlich auch in Form von Leinöl aufgenommen werden.
Leinöl eignet sich besonders für Salatdressings oder als Zugabe in einem Kräuterquark.

Zu beachten ist, dass Leinsamen immer zusammen mit genügend Flüssigkeit verzehrt werden müssen.
Durch die Quellfähigkeit entziehen sie im Darm das Wasser aus dem Verdauungsbrei, was zu einem Darmverschluss führen kann.

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2 Comments

  • Vielen herzlichen Dank für den Tipp mit dem "Leinsamen-Ei"! Ich esse zwar gerne Eier, weil wir viele glückliche Garten-Hühner in der Nachbarschaft haben, aber es kommt natürlich trotzdem einmal vor, dass die Eier für Muffins&Co. gerade aus sind. Perfekt!!

  • Gern geschehen!
    Ich finde das Leinsamen-Ei eine so tolle Alternative beim Backen. Da brauche ich mittlerweile gar keine Eier mehr. 🙂

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