Knusper, knusper, knäuschen

Ich hab’s getan: Ich habe mich für meinen ersten 10 km-Lauf angemeldet! Genauer gesagt zum Filder-Volkslauf am 30.04.

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Wenn man mal angemeldet ist, dann gibt’s kein Zurück mehr, oder? Zwinkerndes Smiley

Nun aber zum eigentlichen Thema: Wie steht ihr zu Müsli? Mögt ihr Müsli?
Ich persönlich liebe Müsli und kann es morgens, mittags, abends und zwischendurch essen. Smiley mit geöffnetem Mund

Aber vielleicht muss ich noch etwas konkreter beschreiben, was ich unter Müsli verstehe und was nicht. Also, diese pappsüßen sogenannten Cerealien gehören für mich nicht dazu. Die einzigen Cerealien, die ich vielleicht mal mit dazu mische, sind die gepufften Getreidekörner von Alnatura, z.B. diese hier, aber nur, weil sie nicht so süß sind. Ein Müsli hat für mich folgende Grundzutaten: Getreideflocken, getrocknete Früchte und Nüsse/Kerne. Mal esse ich es pur in dieser Basismischung, mal weiche ich es über Nacht ein und mal esse ich es auch in Form von Knuspermüsli. Und gerade das Knuspermüsli ist ja so wahnsinnig lecker! Leider, leider sind die Produkte, die es zu kaufen gibt, häufig auch total überzuckert oder haben weitere Zutaten, auf die ich gerne verzichten kann, wie z.B. Aromen, Öl/Fette oder sonstige künstliche Zusatzstoffe.

Was ist also des Rätsels Lösung? Genau, selber machen. Und das ist gar nicht so schwer!

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Eines sei noch vorweg gesagt: Um die Knupserstückchen aus Müsli herzustellen benötigt man natürlich ein Bindemittel, das zusammenklebt und knusprig macht. Dazu verwendet man Sirup. Sirup bzw. sirupähnliche Produkte, egal aus welchem Rohstoff hergestellt (Zuckerrohr, Ahorn, Agave, Honig), haben von Grund aus schon relativ viele Kalorien, da sie ja eine konzentrierte Substanz sind. Das entscheidende ist jedoch, dass man erstens selber wählen kann, welchen Sirup man verwendet und zweitens die Menge, die rein kommt, auch selbst bestimmt.

Knuspermüsli (Basisrezept)
Für 1 große Müslidose

Zutaten:

Trocken

  • 2 Becher Haferflocken
  • 3/4 Becher gehackte Nüsse (z.B. Mandeln, Walnüsse, Erdnüsse etc.)
  • 4 El ungeschälte Hanfsamen
  • 4 El Kürbiskerne
  • 2 El Sonnenblumenkern
  • 1/2 Tl Salz
  • 1 TL Zimt

Flüssig

  • 1/2 Becher Reissirup
  • 1 El Melasse
  • 1/4 Becher Apfelmus
  • 1 El neutrales Öl oder Nussöl

Hinweis: 1 Becher = 225 ml

Zubereitung:

  • Den Backofen auf 175°C vorheizen.
  • Alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel mischen.
  • Die flüssigen Zutaten in einer kleinen, mikrowellenfesten Schüssel vermischen und ca. 1 Minute in der Mikrowelle vermischen. Das macht alles noch flüssiger.
  • Die flüssige Mischung zur trockenen Mischung geben und alles gut miteinander verrühren, bis alle trockenen Zutaten von der Flüssigkeit überzogen sind.
  • Die Müslimischung gleichmäßig auf einem Backblech verteilen und etwas andrücken.
  • In den Backofen geben und 30 Minuten backen, wobei man alle 10 Minuten die Mischung auf dem Backblech wenden sollte, um ein gleichmäßiges Backen zu gewährleisten.
  • Anschließend das fertiggebacken Müsli aus dem Ofen holen und auf dem Backblech auskühlen lassen.
    Das Müsli wird beim Auskühlen fest. Man kann hier schon immer wieder das Müsli auf dem Backblech durchmischen, sodass sich die typischen “Klumpen” bilden.
  • Ab damit in eine Müslidose – fertig!

Diese Basismischung kann natürlich beliebig variiert werden, z.B.:

  • Anstatt Haferflocken können auch andere Getreideflocken verwendet werden.
  • Anstatt Hanfsamen kann auch Buchweizen verwendet werden.
  • 1 Becher getrocknete Früchte (ggf. kleingeschnitten) untermischen, wenn das Müsli fertig ist.
  • Bananenchips untermischen, wenn das Müsli fertig ist.
  • Gepufften Amaranth untermischen, wenn das Müsli fertig ist.
  • Anstatt Apfelmus kann auch die entsprechende Menge zerdrückter Bananen verwendet werden.
  • 1 El Kakaopulver in die Trockenmischung geben. Hier muss man dann schauen, ob man die Menge des Sirups erhöhen muss, damit die Mischung nicht zu trocken wird.
  • Wer es süßer mag nimmt entweder mehr Sirup oder mischt Zucker in die Trockenmischung.

Die trockenen Zutaten mischen:

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Die flüssigen Zutaten mischen und erwärmen (die weißen Klumpen sind Kokosöl, welches bei Zimmertemperatur fest ist und sich noch nicht ganz verflüssigt hat nach dem Erwärmen):

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Alles vermischen:

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Die Mischung auf dem Backblech verteilen und andrücken:

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Nach dem Backen – und es duftet sooooo herrlich:

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Die weiteren Zutaten untermischen und ab damit in die Dose:

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Das ist wirklich ein so leckeres Müsli!!!! Ich konnte es kaum abwarten, bis es ganz fertig war und ich ein Schüssel mit Milch genießen konnte. Zugegeben: Ich habe schon während des Auskühlens genascht – wie auch sonst. Zwinkerndes Smiley

Das Müsli ist voll mit guten Nährstoffen. Daneben wurde durch die Verwendung von Apfelmus an Fett gespart
Der Reissirup hat gegenüber vergleichbaren Produkten folgende Vorteile:

  • Er hat keinen wirklichen Eigengeschmack.
  • Er besteht aus langkettigen Zuckerarten, welche den Blutzuckerspiegel bei der Verdauung nicht so schnell ansteigen lassen (da die Mehrfachzucker erst in Einfachzucker umgewandelt werden müssen).
  • Er ist reich an Mineralstoffen.

Probiert doch einfach mal aus, euer Knuspermüsli selber zu machen. Ihr werdet erstaunt sein, wie gut es schmeckt! Smiley

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7 Comments

  • Habe gestern dieses Müsli gemacht und ich finde es total lecker und einfach. Wenn schon das "Basisrezept" so lecker ist, kann ich es kaum erwarten die "Variationen" auszuprobieren 🙂

  • Ah, wie schön, dass dir das Müsli schmeckt!
    Also, ich finde die Variationen auch alles super lecker – kann mich immer kaum entscheiden, was ich bei der nächsten "Ladung" machen soll. 😉

    Viel Spaß beim weiterknuspern!

  • Ich habe noch nie Müsli mit Agavendicksaft gemacht, aber ich denke, das müsste schon gehen. Einfach probieren, evtl. zunächst mit einer kleineren Menge.
    Viele Grüße

  • Hm….ich hab es heute probiert…aber irgendwie ist es mir etwas misslungen. Also vom Geschmack Super….aber klumpt nicht richtig zusammen, war wohl etwas zu wenig flüssiganteil bei mir. Ich probiere es ein andermal nochmal mit mehr flüssigem. Jetzt erstmal sehen was meine Töchter zu diesem sagen.

    Alles liebe

    Jen

  • ….noch ein Nachtrag: es ist übrigens auch sehr schnell gebräunt. Manche waren schon sehr dunkel….sollte ich es evtl. Bei etwas niedriger Temperatur backen oder nicht so lange drin lassen?

    Übrigens eine sehr schöne Seite. Finde toll was du hier auf die beine gestellt hast und was du so erlebst und hier niederschreibst.

    Jen

  • Hi Jen,

    der Bräunungsvorgang ist natürlich immer auch abhängig von deinem Ofen. Da sind ja nicht alle Backöfen gleich. Auf jeden Fall immer schön wenden während des Backens und in Zukunft entweder die Backzeit oder die Temparatur reduzieren.

    Ich hoffe, es hat euch trotzdem geschmeckt!

    Viele Grüße
    Julia

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