Das Wochenende mit dem Eat-Clean-Stripped-Plan

Hallo meine Lieben!
Meine erste Woche mit dem Eat-Clean-Stripped-Programm ist nun fast vorbei. Beim bisheriges Fazit: Es geht mir ganz wunderbar und ich habe das erste Mal bei einer “Diät” bzw. einem strikteren Ernährungsplan nicht das Gefühl, dass ich mich zu Tode hungern muss. Auch bei den Dingen, auf die ich verzichte, habe ich weniger den Gedanken “Das DARF ich nicht.” im Kopf, sondern ich denken vielmehr “Das MÖCHTE ich aktuell nicht.”. Im Prinzip ist es so ähnlich, wie mit dem Verzicht auf Fleisch und Fisch: Ich habe die Entscheidung ganz bewusst selbst getroffen – sie wurde mir nicht aufgezwungen – und der Verzicht erschien mir von Anfang an als machbar.

Jetzt ist es natürlich so, dass es unter der Woche immer etwas einfacher ist, sich an ein bestimmtes, ggf. strikteres Ernährungsprogramm zu halten. Zumindest geht das mir so. Der Tagesablauf ist geregelter als am Wochenende und es steht in der Regel auch nichts Außergewöhnliches wie eine Feier auf dem Plan.
Ich habe mir bis auf ein Mittagessen, bei dem ich mit Kollegen beim Inder war, mein Mittagessen immer mit zur Arbeit genommen, was ich ja eh schon seit Langem mache. Es gab z.B. Vollkorn-Pasta mit Gemüse-Tomatensoße und einem grünen Salat oder einem Salat aus Quinoa, Weizen, Gurke, Paprika, Erbsen, Tomate mit Orange-Miso-Dressing. Wenn ihr sehen wollt, was ich sonst so gegessen haben, dann könnt ihr mein Essenstagebuch hier einsehen. Das, was ich esse, sieht nicht wirklich viel anders aus wie sonst, aber ich achte natürlich auf die Portionsgrößen der unterschiedlichen “Essenbestandteile”, was bei mir eigentlich nur bedeutet, dass ich bei den stärkehaltigen komplexen Kohlehydraten kleinere Portionen nehme. Und natürlich ist da der Verzicht auf zugesetzte Süßungsmittel. Das klappt soweit ganz gut, ist aber schon eine Herausforderung und ich bin da an der einen oder anderen Stelle vielleicht nicht 100% konsequent. Z.B. habe ich etwas von meiner neuen Knuspermüsli-Kreation gegessen, die mit Reissirup gemacht wird. Aber es ist auf jeden Fall nah dran an der Vorgabe und mein Zuckerkonsum ist deutlich auf ein Minimum reduziert. Für mich ist das schon ein kleiner Erfolg.

Dieses Wochenende stand nun eine kleine Herausforderung an, die mich sonst immer mächtig ins Schwitzen gebracht hat, wenn ich gerade “auf Diät” war: Eine Familiengeburtstagsfeier. Meine Schwiegerpapa in Spe hatte unter der Woche Geburtstag und gestern wurde mit Kaffee und Kuchen sowie Abendessen gefeiert. Ich habe daher im Vorfeld abgeklärt, was es denn zum Essen gibt (zum Kaffee natürlich Kuchen – wer hätte das gedacht? Zwinkerndes Smiley). Das Abendessen hat sich dann schon als ganz unproblematisch herausgestellt, da es ein Gemüse-Ananas-Curry mit Reis und Salat gab (für die Fleischesser gab es noch Puten-Rouladen mit Frischkäse-Lauch-Füllung dazu). Der Kuchen war bis auf 2 Probiergabeln natürlich ein No-Go für mich. Trotzdem wollte ich nicht am Tisch sitzen und nichts zu essen haben. Nicht nur, weil das grundsätzlich schon blöd ist, sondern weil ich ja auch irgendetwas essen musste. Meine zukünftigen Schwiegereltern sind meiner Ernährungsweise gegenüber Gott sei Dank sehr aufgeschlossen, da sie selber auf eine gesunde Ernährung mit viel Salat und Gemüse achten. Als ich nachgefragt habe, ob es ok ist, wenn ich mir zum Kaffee etwas mitbringe, war das für sie in Ordnung. Ich habe mir also ein “Kaffee-und-Kuchen-Paket” aus Protein-Power-Müsliriegeln, Ofenäpfeln und einem Tofu-Schokopudding vorbereitet und auch Soja-Milch für den Kaffee eingepackt.

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Ich war mit meiner Verpflegung total zufrieden. Tosca Reno würde vielleicht sagen, dass das doch etwas zu viel Süßes aus Obst war, aber für mich war es ok. Und darauf kommt es doch an, oder?
Wichtig in einer solchen Situation ist glaube ich immer, dass man offen anspricht, wenn man einen bestimmten Ernährungsplan verfolgt oder in Sachen Essen auf etwas verzichtet sowie abklärt, was es zum Essen gibt und ob es ok ist, wenn man etwas mitbringt. Erstens kann der Gastgeber ja nicht wissen, was ihr aktuell esst oder nicht esst, zweitens beugt das eurer eigenen Unzufriedenheit vor – nichts ist schlimmer, als wenn man dann am Tisch sitzt und entweder aus Gefallen doch etwas isst, was man eigentlich nicht möchte, oder hungrig wieder nach Hause geht, weil man kaum was gegessen hat – , und drittens sind die Gastgeber meistens aufgeschlossen gegenüber dem Vorschlag, wenn ihr etwa mitbringen wollt. Ihr solltet aber vermeiden, etwas mitzubringen, ohne das vorher auch angekündigt zu haben. Das könnte bei dem einen oder anderen ziemlich unhöflich ankommen.

Bevor es zur Feier ging, habe ich einen Haferbrei gefrühstückt und etwas später noch einen grünen Smoothie getrunken, um schon eine gesunde Basis zu haben (einer der Tipps, wie man gesund durch die Feiertag kommt – gilt natürlich auch für alle anderen Feiern!).

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Nach dem leckeren Abendessen sind wir dann noch zu Freunden gefahren, die uns zum Feuerzangenbowle-Trinken eingeladen hatten.

Jetzt denkt ihr natürlich: “Wie, Feuerzangenbowle-Trinken? Da ist doch Alkohol drin und das ist nicht konform mit dem Eat-Clean-Stripped-Programm!” Ganz genau, das habt ihr richtig erkannt. Deswegen habe ich bis auf einen Probierschluck auch nichts getrunken und bin den ganzen Abend bei Wasser geblieben. Auch das habe ich vorher angekündigt. War das ein Problem? Nein, überhaupt nicht! Es war nicht mal eine weitere Nachfrage, warum ich denn gerade kein Alkohol trinke, wert – das mag aber auch daran liegen, dass ja gerade Fastenzeit ist. Aber vielleicht war es einfach wirklich nicht der Rede wert. Manchmal ist man ja eingeschüchtert, seinen Verzicht oder seine Veränderung in Sachen Ernährung “öffentlich” zu machen, weil man die (blöden) Fragen oder Diskussionen scheut. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass es meistens nur bei einem kurzen Nachfragen bleibt und das Thema dann geklärt ist. Keine Diskussion, keine blöden Fragen. Und wenn es dann doch dazu kommt, dann sind wir doch alle informiert genug, um zu erklären, warum wir das machen und welches Ziel wir vor Augen haben – was aber nicht heißt, dass das immer einfach ist. Ich will nur sagen, dass es eben nicht immer gleich zur Riesendiskussion kommt und man sich nicht verstecken muss/soll. Das macht es nur noch schwieriger.

Und weil Wochenende ist und das Wochenende nicht komplett ist ohne ein tolles Frühstück, gab es heute Morgen Pancakes in einer neuen Variation. Ich nenne sie Protein-Power-Pancakes (passend zu den Protein-Power-Müsliriegeln).

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Ich sage nur: perfekt!

Gestern war mein Ruhetag in Sachen Lauftraining. Heute geht es also wieder nach draußen, worauf ich mich bei den milden Temperaturen besonders freue! Außerdem bin ich heute total energiegeladen, was ich sowohl auf das Wetter als auch meine gute Ernährung diese Woche schiebe. Smiley

Ich hoffe, ich konnte euch zeigen, dass es gar nicht so schwer sein muss, eine gesunde Ernährungsweise und sogar einen strikteren Ernährungsplan mit eurem Alltag und dem Wochenendprogramm zu vereinen. Ihr wachst da nach und nach hinein, werdet kreativer und einfallsreicher mit Alternativlösungen und es macht euch auch irgendwann nicht mehr so viel aus, das Thema offen bei anderen anzusprechen.
Rezepte für Müsliriegel, Pancakes und Ofenäpfel folgen in Kürze (vielleicht gibt’s heute sogar schon was dazu). Das Rezept für den Tofu-Schokopudding kommt, wenn ich den Pudding nochmal mache und ich schönere Fotos davon machen kann als in Plastikdöschen – da bin etwas eigen. Zwinkerndes Smiley

Ich wünsche euch noch einen tollen Sonntag!

Das Buch zum Eat-Clean-Diet-Stripped-Plan gibt es hier.

PS: Schaut mal bei Viki vorbei. Da gibt es einen Gastbeitrag von mir!

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4 Comments

  • Hallo, ich weiss ja nicht, was du unter "clean"-essen verstehst. "Protein-Power-Müsliriegeln, Ofenäpfeln und einem Tofu-Schokopudding vorbereitet und auch Soja-Milch für den Kaffee" das hat in meinen Augen nichts mit gesunder und natürlicher Ernährung zutun. Künstlich, hochgradig-verarbeitet, erhitzt.
    Ich habe mir mal deinen Essensplan angeschaut… Gemüse, Obst – sehr vernünftig! Aber Sojapampe und Eiweißshakes? Soja ist pfui pfui pfui… weder gut für Gesundheit noch Umwelt. Weisst du wieviele Verarbeitungsschritte es sind um aus einer von Natur aus eigentlich ungenießbaren Giftpflanze wie der Sojabohne etwas herzustellen, was den Geschmack und Konsistenz von Pudding aufweist?
    Wenn man tierische Produkte aus ethischen Gründen ablehnt, habe ich dafür vollstes Verständnis. Drum möchte ich auch keine Diskussion über die Sinnhaftigkeit von tierischen Produkten in der menschlichen Entwicklungsgeschichte vom Zaun reissen. Nur soviel: man bedenke, dass menschliches Fett, von dem man ganz selbstverständlich zehrt, wenn die Nahrung nicht ausreicht auch nichts anderes als tierisches/gesättigtes Fett ist. Wenn dann anstelle so etwas hochverarbeitetes umweltbelastendes wie Soja ruhigen Gewissens konsumiert wird und man dabei noch überzeugt ist, sich was gutes zutun… das verstehe ich nicht unter gesundheitsbewusster Ernährung.

    LG

  • Hallo liebe Julia,

    hab mich eben riesig über Deinen neuen Beitrag gefreut und natürlich hab ich auch schon etwas in deinem Essenstagebuch herum geschnüffelt 😉 Hört sich alles sehr lecker an!
    Freue mich schon wenn die Rezepte dazu kommen…

    Hab noch einen schönen Sonntag u lass Dich nicht ärgern (der Ton macht die Musik!)!
    LG Nancy

  • Hallo lieber Gast,

    zunächst einmal finde ich es sehr schade, dass du dich hier nur ganz anonym präsentierst und nicht mal eine "echte" E-Mail-Adresse angegeben hast, als du deinen Kommentar veröffentlicht hast. Ich finde, es ist ein Zeichen von Höflichkeit, dass man sich zumindest in irgendeiner Weise – und wenn nur mit Namen – zu erkennen gibt, egal ob der Kommentar nun positiv ist oder man eine andere Meinung hat.

    Natürlich hat jeder seine eigene Einstellung darüber, was eine gesunde Ernährung ist. Für den einen schließt das z.B. das Essen von Fleisch ein, der andere verzichtet lieber darauf. Für den einen bedeutet das, sich nach dem Eat-Clean-Konzept zu ernähren, der andere richtet sich lieber nach Paleo.
    Ich habe mich in Sachen Soja bereits ausführlich informiert. Nach meinen Recherchen bin ich NICHT zu dem Schluss gekommen, dass Soja eine ungenießbare Giftpflanze ist. Nach meiner Auffassung kann Soja Bestandteil einer gesunden Ernährung sein. Soja zählt v.a. in Südost-Asien schon seit Jahrhunderten zu den Nahrungsmitteln, entweder die Soja-Bohnen selbst, die als Edamame bezeichnet wird, oder in einer fermentierten Form wie in Tofu oder Tempeh. Ich lege Wert auf Soja-Produkte in Bio-Qualität, die nicht genetisch manipuliert sind. Natürlich ist Soja mittlerweile Bestandteil von vielen industriell hergestellten Lebensmitteln und wird dort stark verarbeitet. Doch versuche ich, diese Lebensmittel zu vermeiden. Als Tofu oder Tempeh ist Soja auf jeden Fall nicht stark verarbeitet.

    Informationen über Soja und die vielen Missverständnisse findest du z.B. hier : http://veganismus.ch/foren/read.php?f=2&i=7313&t=7313

    Viele Grüße
    Julia

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