Gemüse-Madras-Curry

Als ich die Kommentare zu meinem Jubiläumsgewinnspiel gelesen habe, ist mir das erste Mal so richtig bewusst geworden, wie sehr euch meine Rezepte gefallen. Ich hatte euch ja nach euren Lieblingsposts von meinem Blog gefragt und die überwiegende Mehrheit hat sich für Rezepte entschieden. Wenn das mal keine repräsentative Aussage ist!
Daher ist mein schlechtes Gewissen umso größer, denn mit Rezepten sah es in den letzten Monate eher mau aus im Vergleich zu früher. Der ganze Vorlaufprozess für einen Rezept-Post mit Rezeptkreation, Kochen/Backen, Fotografieren und Bildbearbeitung war mir einfach viel zu aufwändig – wobei ich das in meinem Kopf wahrscheinlich komplizierter mache als es sein müsste. Doch haben sich meine Anforderungen, speziell in Sachen Fotos, nicht verändert – im Gegenteil! Ich würde gerne mehr Zeit in die Fotografie stecken und mich weiterentwickeln. Doch stehen gerade einfach andere Sachen an (z.B. die Prüfung für die Fitnesstrainer-B-Lizenz am 16.05.!) und ich habe dafür nicht die Muse. Irgendwann werde ich mich dem wieder verstärkt widmen können – alles zu seiner Zeit.

Das heißt aber nicht, dass in meiner Küche gar nichts neues entstehen würde. Ein paar Sachen habe ich noch in der Hinterhand – so wie das heutige Rezept.

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Oft entstehen neue Rezepte ganz spontan: Ich habe Lust auf etwas, recherchiere manchmal noch kurz dazu um Internet, um die Idee zu konkretisieren, fange an zu kochen oder zu backen, stelle fest, dass das was richtig gutes werden könnte, zücke Stift und Notizblock, veranstalte ein großes Chaos in der Küche und bereue meistens, dass ich mal wieder keine Schürze angezogen habe. Seid froh, dass ihr dabei nicht in meiner Nähe seid, sonst wärt ihr wohl auch total eingesaut.

Das heutige Rezept ist meine Version eines Madras Currys. Da Currys ja immer etwas ganz individuelles sind, habe ich mich einfach von dem inspirieren lassen, was ich aus indischen Restaurants dazu in Erinnerung hatte: Ein scharfes Curry mit tomatiger Soße und einer leckeren Gewürznote. Daraus ist dann meine eigene Madras-Interpretation entstanden, von der ich nicht behaupten möchte, dass sie authentisch ist.

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Gemüse-Madras-Curry
Für 2-3 Personen

Zutaten:

  • 1 El Kokosöl
  • 1 Tl Kreuzkümmel, ganz (optional auch gemahlen)
  • 2 Karotten
  • 2 Zucchini
  • 2 Paprika
  • 250 g Champignons
  • 2 Becher Kichererbsen, gekocht oder aus der Dose
  • Salz
  • Currypulver
  • Kurkuma
  • gemahlener Koriander
  • Nelkenpulver
  • Cayennepfeffer
  • Sambal Oelek
  • 1 Dose Tomaten
  • 1 Becher Kokosmilch
  • 1 Becher Gemüsebrühe

    Hinweis: 1 Becher = 225 ml

    Zubereitung:

    1. Kokosöl in einer großen Pfanne oder Wokpfanne heiß werden lassen.
    2. Wenn ihr ganzen Kreuzkümmel verwendet, gebt ihr ihn jetzt in das heiße Öl und röstet die Samen an.
      Wenn ihr gemahlenen Kreuzkümmel verwendet, gebt ihr ihn später zusammen mit den anderen Gewürzen zum Gemüse.
    3. Champignons, Karotten, Paprika und Zucchini klein schneiden (Würfel, Stifte, Streifen – wie euch beliebt) und in dieser Reihenfolge nacheinander mit ein paar Minuten Versatz in die Pfanne geben und andünsten.
    4. Anschließend kommen die Kichererbsen dazu.
    5. Nun gebt ihr die Gewürze (Menge nach Belieben – ich mache das immer nach Augenmaß) zum Gemüse und gießt die Dosentomaten, Kokosmilch sowie die Gemüsebrühe an.
    6. Alles Aufkochen lassen und köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist.
    7. Zum Schluss nochmals abschmecken und ggf. nachwürzen.

    Dazu passt:

    1. Als Beilage könnt ihr z.B. Reis, Quinoa, Hirse, Couscous oder Reis machen.
    2. Zusätzlich kann man z.B. noch gebackenen Tofu oder Tempeh zubereiten.
    3. Das Gemüse könnt ihr natürlich nach Belieben austauschen: Brokkoli, Aubergine, Erbsen, Bohnenkeimlinge etc. Damit am Ende aber alles noch schön bissfest ist, solltet ihr die unterschiedlichen Garzeiten beachten.

    Also, ich finde, dass meine Interpretation sehr gut gelungen ist. Uns hat es auf jeden Fall sehr gut geschmeckt.

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    Sagt mir doch, wie euch dieses Curry geschmeckt hat!

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