Fastenbrechen

Letzten Samstag war, verbunden mit meiner Teilnahme am Filder-Volkslauf, für mich auch das Fastenbrechen für die diesjährige Fastenzeit. Ich habe in diesem Post ja schon geschrieben, dass ich meine Fastenzeit um 1 Woche verlängert hatte und daher nicht am Karfreitag, sondern mit dem Filder-Volkslauf das Fasten beende.

Ich möchte hier kurz berichten, wie es mir seit meinem letzten Beitrag in Sachen Konsumfasten ergangen ist und was ich gelernt habe.

In Summe bin ich wirklich ganz zufrieden mit mir, doch sehe ich auch noch Verbesserungspotenzial. Das Ziel war es ja, meinen persönlichen Konsum in soweit einzuschränken, dass ich mir keine unnötigen Sachen kaufe. Trotzdem muss ich natürlich zugeben, dass ich ein paar Dinge gekauft habe, denn ich hatte mir ja kein striktes Kaufverbot auferlegt.
Hier die Dinge, die ich während der Fastenzeit erstanden habe

  • Groupon-Gutscheine (darüber hatte ich schon hier berichtet)
  • Garmin-GPS-Uhr(darüber hatte ich schon hier berichtet)
  • Pullis bei Esprit
    Im Zuge des großen Frühjahrsentrumpelns habe ich mich auch durch meinen Kleiderschrank gearbeitet und einiges ausgemistet. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich keine schönen Pullis mehr hatte bis auf zwei, die ich jetzt im Frühjahr auch zum Arbeiten anziehen kann (die Rollis haben jetzt erst mal Pause). Meine Klamotten fürs Arbeiten kaufe ich meistens bei Esprit, da ich mit der Qualität dort zufrieden bin. Als es dann eine 15%-auf-alles-Aktion gab, habe ich die Chance genutzt, hier meinen Pullibestand wieder aufzubessern. Eine rosa Bluse, die auch noch bräuchte, habe ich dabei bei Esprit leider nicht gefunden.
  • Frühjahrsjacke bei H&M
    Gleiches Thema wie beim Punkt oben: Ausgemistet und festgestellt, dass nicht viel Brauchbares mehr übrig geblieben ist. Hier hätte ich allerdings verzichten können, aber es war ein Blazer, auf den ich schon vor der Fastenzeit ein Auge geworfen hatte, und den ich dann nach langem Suchen (da ständig ausverkauft) endlich gefunden hatte.
  • Trinkrucksack
    Die Temperaturen wurden wärmer und die Laufstrecken in meinem Lauftraining länger – und in Zukunft sollen sie vielleicht noch länger werden. Mit dem Trinken beim Laufen habe ich schon oft gehadert. In der Regel habe ich nie was mitgenommen, aber ich wusste, dass ich mich mit dem Thema auseinandersetzen und eine Lösung finden muss, wenn ich längere Strecken laufen möchte. Um die Möglichkeit zu haben, mich an den Trinkrucksack zu gewöhnen, bevor es richtig heiß wird, habe ich ihn mir jetzt schon besorgt – und er war auch schon im Einsatz. Smiley
  • Zeitschriften
    Zeitschriften, ja, die waren natürlich auch vom Konsumfasten betroffen. Aber irgendwie habe ich in den letzten Wochen die Zeitschriften geradezu weggeputzt (v.a. Fitness-/Wellnessmagazine für Frauen und natürlich die Runner’s World) und hab ständig Nachschub gebraucht.
  • Pflanzen für die Wohnung
    Am Ostersamstag bin ich dann schwach geworden: Das Wetter war sooooo schön in der Osterwoche und in der Wohnung sah es mit ein paar eingegangenen Pflanzen Verwelkte Rose und bereits leerstehenden Übertöpfen sehr trist. Es musste einfach wieder Leben in die Bude, wenn draußen schon das volle Leben erblühte! Rote Rose Und Pflanzen braucht man ja auch, oder? Außerdem hatten mein Freund und ich gerade unsere neue Küche bei IKEA bestellt. In der IKEA-Pflanzenabteilung konnten wir uns dann nicht zurückhalten (ja, wir beide – nicht nur ich). Aber das war es wirklich wert!
  • Holzschrank für den Balkon
    Auch der Balkon sehnte sich nach etwas Verschönerung. Die Balkonpflanzen möchte ich jetzt am Wochenende besorgen. Das steht also noch an. Aber ein Dorn im Auge war uns das schwarze Plastikregal, das wir für die Aufbewahrung von Dingen wie Putzeimern auf dem Balkon verwendet haben, schon lange. Nach kurzer Internetrecherche haben wir dann genau den Holzschrank gefunden, der unseren Vorstellungen entsprach. Wenn wir uns mal entschieden haben, dann zögern wir nicht lange mit der Beschaffung. Mit dem Ergebnis mit ich sehr zufrieden. Smiley

Was habe ich also gelernt aus dieser Fastenzeit?

  • Ich habe festgestellt, dass es gar nicht so schwer war zu verzichten, zumindest in dem Maße, wie ich es getan habe. Das lag bestimmt auch daran, dass ich wusste, dass sich der Verzicht auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt.
  • Der Verzicht hat vielmehr dazu geführt, dass ich mir die Dinge, die ich bereits habe, genauer angeschaut habe und das Bedürfnis hatte, aufzuräumen und auszumisten, um wirklich zu sehen, was alles “im Bestand” ist. Das vergisst man ja schnell mal, wenn man immer nur Neues dazukauft.
    Vielleicht war das so etwas wie eine Ersatzbefriedigung. Ich wollte es Zuhause einfach schön haben.
  • Wenn es eine Sache gab, die ich mir gern gekauft hätte, dann habe ich mir dazu einen Link-Favoriten im Browser angelegt (die meisten Sachen finden man ja im Internet). Da werde ich jetzt ab und an mal drüber schauen und entscheiden, was ich davon noch wirklich will. Ich denke, dass ich so den Spontan-/Impulskäufen besser vorbeugen kann: Wenn ich eine Sache nach ein paar Wochen oder nach einigem Hin- und Herüberlegen immer noch will, dann kann ich es mir ja kaufen. Es sind aber mittlerweile auch wieder einige Sachen wieder aus der Linksammlung verschwunden, die ich mir sonst wahrscheinlich schon gekauft hätte.
  • Nicht ans Shoppen denken zu müssen, war irgendwie sehr befreiend und hat am Wochenende Zeit für anderes gelassen.
  • Ich hatte irgendwie erwartet, dass ich am Ende des Monats mehr Geld übrig haben würde, als es im April dann letzten Endes der Fall war. Klar, es waren dann ja auch die etwas größeren Ausgaben für die Wohnung dabei, aber trotzdem hat es mich verwundert. Für mich heißt das also: Wenn ich wirklich sparen will, damit ich am Ende des Monats mehr Geld übrig habe, dann müsste ich wohl andere Maßnahmen ergreifen.

Wie sah nun eigentlich das Fastenbrechen aus?
Hö, das war ganz einfach: Auf dem Weg zum Filder-Volkslauf sind wir an einem Alnatura-Supermarkt vorbeigefahren. Ich liiiiiieeeeebe Alnatura-Supermärkte. Leider haben wir keinen direkt ums Eck bei uns Zuhause, daher nutze ich jede Gelegenheit aus, wenn ich an einem vorbeikomme (vielleicht überlegt sich Alnatura ja, im Nordosten von Stuttgart eine Filiale aufzumachen – fände ich super). Auf dem Rückweg vom Rennen haben wir dann dort Halt gemacht und neben alltäglichen Lebensmitteln auch ein paar nicht so notwendige Dinge gekauft. Das war genau das richtige. Smiley
Als nächstes werde ich meinen BodyShop-Groupon einlösen – den habe ich ja schon bezahlt. Zwinkerndes Smiley

Ich werde das Konsumfasten vom Prinzip her weiter fortführen, als dass ich mir genauer überlege, was ich mir kaufe, zuerst nochmal zuhause schaue, ob ich es wirklich brauche, und öfter mal abwarte, ob ich eine Sache auch nach 1 oder 2 Wochen noch haben möchte.

Habt ihr dieses Jahr gefastet? Wie ist es euch ergangen? Seid ihr zufrieden mit euren Erfahrungen?

Written By
More from Julia

Frühlingserwachen

Ihr kennt doch auch diese ersten warmen, sonnigen Frühlingstage. Sie sind einfach...
Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.